«CVP-Familie»
Rückschau auf die Wahlen und ein Blick in die Zukunft: Die CVP klopft sich auf die Schultern

Die Delegierten der Solothurner CVP hielten Rückschau auf die Wahlen und fassten Parolen für die kommenden Abstimmungen: «Ja» zur «Energiestrategie 2050» und «Nein» zur kantonalen Initiative gegen den Lehrplan 21.

Fränzi Zwahlen-Saner
Merken
Drucken
Teilen
Parteipräsidentin Sandra Kolly umrahmt von der abtretenden Parteisekretärin Michelle Heuberger (l.) und dem neu gewählten Sekretär Glenn Steiger.

Parteipräsidentin Sandra Kolly umrahmt von der abtretenden Parteisekretärin Michelle Heuberger (l.) und dem neu gewählten Sekretär Glenn Steiger.

frb

Im Saal des Restaurants Rössli in Oensingen war am Dienstagabend gute Stimmung angesagt. Die «CVP-Familie» traf sich zur Delegiertenversammlung. Auf dem Programm standen Erneuerungswahlen des Parteivorstandes und Parolenfassungen für die beiden kommenden Abstimmungen vom 21. Mai.

Doch in erster Linie wurde Rückschau auf die vergangenen Kantonsrats- und Regierungsratswahlen gehalten. Parteipräsidentin Sandra Kolly bedankte sich herzlich für die grosse Arbeit aller bei den Wahlen, sprach aber von einem Wechselbad der Gefühle. Sehr erfolgreich seien die beiden bisherigen Regierungsräte Roland Heim und Roland Fürst wiedergewählt worden.

Alle erreichten 20 Kantonsratssitze seien Vollmandate, und: «So wie wir in der Vergangenheit oft Glück hatten, mittels Restmandat einen Sitz zu bekommen, so hat uns diesmal nur ganz wenig gefehlt, dass wir den 21. Sitz hätten halten können.» Im Bezirk Thal-Gäu seien es beispielsweise nur 11 Listenstimmen gewesen, die für einen Sitz mehr gefehlt hätten, so Kolly.

Proporzpech eben. Im Grossen und Ganzen könne man aber erhobenen Hauptes aus diesen Wahlen herausgehen, analysierte die Präsidentin. Besonders gratulierte sie dem Oensinger Fabian Gloor, der es in den Kantonsrat schaffte und am vergangenen Wochenende noch als 27-Jähriger zum Oensinger Gemeindepräsidenten gewählt wurde.

Die Delegierten bestätigten Sandra Kolly als Präsidentin und die anderen Vorstandsmitglieder des CVP Kanton Solothurn für weitere vier Jahre. Als Ersatz für die abtretende Parteisekretärin Michelle Heuberger, Aeschi, wurde Glenn Steiger aus Bättwil in dieses Amt gewählt.

Energiegesetz und Lehrplan 21

Nationalrat Stefan Müller-Altermatt orientierte über die eidgenössische Vorlage «Energiegesetz – Energiestrategie 2050». Es sei das Gesetz «ihrer» Bundesrätin, meinte Müller-Altermatt und stellte dieses als klimafreundlich, sicher und bezahlbar vor. Obwohl das Thema an diesem Abend nicht kontradiktorisch erörtert wurde, konnten sich die Delegierten mit grossem Mehr den Ausführungen Müller-Altermatts anschliessen und beschlossen ein «Ja».

Peter Brotschi, CVP-Kantonsrat (Grenchen), und Urs Ackermann, CVP-Kantonsrat (Balsthal), kreuzten danach die Klingen in Sachen der kantonalen Volksinitiative «Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21». Lehrer Brotschi konnte gegen Chemiker Ackermann mit seinen Argumenten nicht überzeugen und die Delegierten beschlossen mit 81 zu einer und bei 11 Enthaltungen ein «Nein» zur Volksinitiative und sind damit für den Lehrplan 21.