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Rotes Kreuz Kanton Solothurn fährt 755'842 Kilometer für einen guten Zweck

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Das Rote Kreuz legte insgesamt über 755'000 Kilometer für 2406 Kundinnen und Kunden zurück.

Das Rote Kreuz legte insgesamt über 755'000 Kilometer für 2406 Kundinnen und Kunden zurück.

Aargauer Zeitung

Es sind eindrückliche Zahlen, die an der Generalversammlung des Roten Kreuzes Kanton Solothurn von Präsident Arthur Haefliger präsentiert worden sind. Der Rotkreuzfahrdienst legte mit 2406 Kundinnen und Kunden 755'842 Kilometer zurück. Im Sektor Bildung wurden nebst Fortbildungen für Pflegende im Assistenzbereich in fünf Kursangeboten 409 Teilnehmende gezählt. 210 Frauen und Männer schlossen den Lehrgang Pflegehelferin bzw. -helfer ab - der Abschluss ist schweizweit anerkannt und umfasst 120 Stunden Theorie und 12 Tage Praxis.

Beim Rotkreuz-Notruf stieg die Anzahl angeschlossener Geräte von 498 auf 532, in der Ergotherapie die Zahl der Klientinnen und Klienten von 144 auf 186. Diese Leistungen wurden erbracht von 41 Dozierenden und Kursleiterinnen, 14 RoKi-Betreuerinnen, 23 Betreuerinnen Entlastungsdienst, fünf Notruftechnikern, 29 Festangestellten und 357 Freiwilligen.

Knapp eine schwarze Null

Die Jahresrechnung des SRK Kanton Solothurn mit seinen Geschäftsstellen in Grenchen, Solothurn und Olten erläuterte Alexandra Kämpf. Sie schloss bei einem Betriebsertrag von knapp über vier Millionen Franken, nach Zuweisung von nicht ganz 23 000 Franken an das Organisationskapital mit einer schwarzen Null. Dabei machten die Mitgliederbeiträge (30 Franken pro Jahr) und Spenden 23 Prozent der Erträge aus, 53 Prozent stammten aus Dienstleistungen und 26 Prozent erbrachten Projektbeiträge und Leistungsaufträge.

Sehr aufwendige Rechenschaftspflicht

Beim Aufwand machten Projekt- und Dienstleistungskosten 84 Prozent aus, auf den administrativen Aufwand entfielen 13 Prozent und auf die Mittelbeschaffung drei Prozent - Mitglieder und Spender zeigten sich grosszügig. Der Kostendruck steigt stetig: Die Rechenschaftspflicht, die das SRK erfüllen muss, nimmt immer umfangreichere Formen an und die Komplexität der Situationen, welche die Mitarbeitenden des SRK antreffen, wächst ebenfalls erheblich - der Aufwand pro effektiv geleisteter Stunde Dienstleistung steigt damit kräftig. Die Kosten noch besser in den Griff zu bekommen bei gleichzeitigem, moderatem Ausbau des Dienstleistungsangebots, seien zwei der wichtigsten Ziele für die Zukunft, schloss Präsident Haefliger die Generalversammlung.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) blickte 2016 auf 150 Jahre seines Bestehens zurück. Im Rahmen dieser Veranstaltungen zeigte sich auch das SRK Kanton Solothurn mit einem Auftritt auf Oltens Kirchgasse. Vorstand und Mitarbeitende freuten sich ob der vielen Gäste aus Bevölkerung, Politik und Wirtschaft, die sich Geschichte, Aufbau und Wirken des SRK, des grössten Schweizer Hilfswerks, erläutern liessen. Das Ziel bleibt, all jenen zu helfen, die Hilfe brauchen, vorab jenen, die ihrer am meisten bedürfen. (mhs)

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