Rekonstruktionen
Rösslitram und Pferdeeisenbahn

Die Geschichte um die aufwändige Rekonstruktion einer Pferdeeisenbahn.

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Die historische Pferdeeisenbahn mit dem rekonstruierten Ausflugswagen bei Kerschbaum in Oberösterreich.

Die historische Pferdeeisenbahn mit dem rekonstruierten Ausflugswagen bei Kerschbaum in Oberösterreich.

1991/1992 hatte sich Eduard J. Belser im Verein Originaltram Basel für die Rekonstruktion des Basler Rösslitrams, einem schienenlosen Pferde-Tram-Omnibus, eingesetzt. Zahlreiche gute Fotos waren da, jedoch keine Konstruktionspläne. Belser fand heraus, dass in Paris ein Wagen des gleichen Typs im mittlerweile geschlossenen Pariser Nahverkehrsmuseum ausgestellt war.

Zusammen mit zwei weiteren Fachpersonen fuhr er nach Paris, um zu fotografieren, vermessen und skizzieren. Danach zeichnete er Pläne und leitete den Bau zweier Wagen durch Handwerker in Wien, Troyes bei Paris und Zürich. Nach der Auflösung des Vereins Originaltram Basel gingen die Wagen des Basler Rösslitrams an den ursprünglichen Betreiber, die Firma Settelen, wo sie heute noch gemietet werden können.

Um eine Pferdeeisenbahn ging es im oberösterreichischen Mühlviertel. Dort hatte die Gemeinde Rainbach den historischen Bahnhof der Pferdeeisenbahn bei Kerschbaum restauriert und ein 500 Meter langes Teilstück der 1. k.k. privilegierten Pferdeeisenbahn Budweis-Linz-Gmunden rekonstruiert. Die Bahn war in Zeiten des Habsburgischen Kaiserreichs für den Salztransport gebaut worden.

Nun sollte mithilfe des Fachmannes aus der Schweiz ein Ausflugswagen rekonstruiert und ein Museum eingerichtet werden. Beim Wagen waren nur Pläne vom Fahrgestell eines ähnlichen Wagens vorhanden, beim Wagenkasten orientierte sich Belser daran, wie die Wagner und Schmiede damals gearbeitet hatten. Dieses Stück Bahngeschichte entwickelte sich schnell zu einer touristischen Attraktion. (wak)

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