Das auf sechs Standorte verteilte Bildungsdepartement soll in die kantonseigene Liegenschaft «Rosengarten» in Solothurn umziehen. Der Kantonsrat hatte bereits im November 2016 einen Verpflichtungskredit von 14,9 Millionen für die Sanierung und Umnutzung der Liegenschaft gesprochen, wobei der Kanton gemäss der Wirtschaftlichkeitsrechnung unter dem Strich jährlich rund 180'000 Franken Raumkosten sparen wird.

Gegen den Entscheid war eine Stimmrechtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben worden. Der Beschluss sei dem obligatorischen Referendum zu unterstellen. Das Bundesgericht verneinte dies zwar, hielt aber fest, dass zumindest ein Teil des Kredits dem fakultativen Referendum hätte unterstellt werden sollen. Gegen den Willen der Regierung beschloss der Kantonsrat auf Antrag von Rémy Wyssmann (SVP, Kriegstetten) darauf, seinen ursprünglichen Beschluss aufzuheben und die Regierung mit einer Neuauflage des Geschäfts zu beauftragen. Diese liegt nun vor. Neu sind 10,3 Millionen Franken als Kosten für die Sanierung und somit als gebunden zu qualifizieren. 4,6 Millionen sind den Kosten für die Umnutzung zugeordnet und als neue Ausgaben dem fakultativen Referendum unterstellt.