Querelen
Rolf Büttiker will sich von der FDP nicht verabschieden lassen

Der frühere Solothurner Ständerat Rolf Büttiker wollte sich an der Delegiertenversammlung der FDP Kanton Solothurn nicht verabschieden lassen. Grund: Die parteiinternen Querelen bei den letzten Ständeratswahlen.

Stefan Frech und Theodor Eckert
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Rolf Büttiker in Hochform.

Rolf Büttiker in Hochform.

Solothurner Zeitung

Eigentlich hätte der zurückgetretene Ständerat Rolf Büttiker an der FDP-Delegiertenversammlung mit allen Ehren verabschiedet werden sollen. Doch Büttiker wollte «ausdrücklich nicht», wie Parteipräsident Christian Scheuermeyer den versammelten Delegierten erklärte.

Diese nahmen die Meldung emotionslos entgegen. Büttiker war schon gar nicht nach Lohn-Ammannsegg gereist. «Wir finden es schade, dass Büttiker nicht verabschiedet werden wollte», so Scheuermeyer. «Er war 25 Jahre in Bundesbern und hat enorm viel geleistet für die Solothurner FDP und den ganzen Kanton.» Büttiker war 1987-1991 Nationalrat, 1991-2011 Ständerat und 1990-1999 Präsident der kantonalen FDP.

«Am besten so wie es ist»

Spielt Rolf Büttiker also die «beleidigte Cervelat» nach den parteiinternen Querelen beim ersten Ständerats-Wahlgang im Oktober 2011? Oder scheute er das Zusammentreffen mit dem gescheiterten Kurt Fluri? «Er möchte Distanz zu dem, was passiert ist», sagt Scheuermeyer.

Und was sagt Rolf Büttiker? Eigentlich will er sich zu seinem unlängst abgeschlossenen Politleben und dem Verhältnis zur FDP nicht mehr äussern. Im Gespräch ist dem gut gelaunten Büttiker dann wenigstens zu entlocken, dass es am besten sei, so wie es ist: «Das gilt nicht nur für mich. Es gilt für alle, auch für die Partei als Ganzes. Ich habe einen Strich unter diese Geschichte gezogen und betrachte die Politik lediglich noch aus Distanz. Mein Engagement gilt jetzt dem Beruf. Ich habe einige interessante Mandate und das macht mir Spass». Doch, doch, er könne sich vorstellen, später detaillierter über alles zu reden, aber zuerst müsse noch etwas Wasser die Aare runterfliessen.