Gerlafingen
Rolf Bircher kämpft für die Sicherheit an Fussgängerstreifen

Der Gerlafinger Pensionär Rolf Bircher sagt der schlechten Beleuchtung von Fussgängerstreifen den Kampf an. Der Kanton bestätigt, dass teilweise in den Gemeinden noch Defizite vorhanden sind.

Urs Byland
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Rolf Bircher beim Fussgängerstreifen Eisenhammer in Gerlafingen

Rolf Bircher beim Fussgängerstreifen Eisenhammer in Gerlafingen

Hanspeter Bärtschi

Seit Jahren kämpft Rolf Bircher für bessere Beleuchtung von Fussgängerstreifen. Der Gerlafinger Pensionär erinnert sich genau: «Früher beleuchtete gelbes Licht von einem Kandelaber den ganzen Fussgängerstreifen. Der Kandelaber war am Ende bogenförmig und die Lampe hing beinahe über dem Fussgängerstreifen.»

Vor dreieinhalb Jahren hat die Gemeinde die Kandelaber mit LED-Leuchten ersetzt. «Ich habe denselben Typ von Lampen schon an Quartierstrassen oder zur Beleuchtung von Parkplätzen gesehen, aber für Fussgängerstreifen an der Kantonsstrasse ist das weisse Licht nicht geeignet.» Wenn schon müssten auf beiden Seiten LED-Leuchten den Fussgängerstreifen beleuchten. «Wenn eine Lampe bei einem Fussgängerstreifen ein Gebäude stärker beleuchtet als den Fussgängerübergang, dann stimmt etwas nicht.»

«Licht ist nicht einfach Licht»

Als Beispiel für die schlechte Sichtbarkeit der Benutzer der Zebrastreifen nachts und bei Nebel nennt Rolf Bircher denjenigen beim Eisenhammer-Kreisel in Gerlafingen. Im Dorf gebe es zudem weitere Streifen, die nach Ansicht von Rolf Bircher schlecht beleuchtet sind. Er erwähnt den Übergang am Ende des Dorfes in Richtung Autobahn oder den Fussgängerstreifen im Dorfzentrum.

Rolf Bircher spricht aus Erfahrung. Er wirkte 13 Jahre lang als Sicherheitsdelegierter der Gemeinde Gerlafingen. «Licht ist nicht einfach Licht», sagt er. Und das weisse Licht der LED-Lampen sei beispielsweise bei Nebel gegenüber dem früheren gelben Licht im Nachteil. Telefonisch hat sich Bircher schon bei diversen Stellen erkundigt. So beim BfU (Beratungsstelle für Unfallverhütung) oder beim Astra (Bundesamt für Strassen): «Alle bestätigen mir, dass es bei Fussgängerstreifen zwei Lampen braucht.»

Strassenbeleuchtung ist Sache der Gemeinde

Auch mit dem Kanton steht der 71-Jährige in Kontakt. Aktuell überprüft der Kanton alle seine rund 900 Fussgängerstreifen. «Mir wurde gesagt, dass die Beleuchtung ebenfalls Bestandteil der Überprüfung ist. Gleichzeitig sind dem Kanton aber die Hände gebunden, weil die Strassenbeleuchtung nach wie vor ein Heiligtum der Gemeinde ist.»

Daniel Wassmer, Abteilungsleiter Strassenbau beim Amt für Verkehr und Tiefbau bestätigt: «Wir haben teilweise Defizite bei der Beleuchtung von Fussgängerstreifen.» Diese können aber verschiedene Faktoren betreffen wie Lichtdichte oder Lichtwinkel etc. Bei der systematischen Überprüfung der Fussgängerstreifen, die aktuell im Kanton durchgeführt wird (wir berichteten) würden Mängel bei der Beleuchtung erfasst und den Gemeinden kommuniziert. Diese seien für Massnahmen im Zusammenhang mit der Strassenbeleuchtung zuständig.