Ständeratswahlen
Roberto Zanetti (SP) muss in den zweiten Wahlgang

Bei den Solothurner Ständeratswahlen kommt es überraschenderweise zu einem zweiten Wahlgang. Einzig Pirmin Bischof (CVP) schaffte die Wahlhürde im ersten Anlauf. Roberto Zanetti (SP), der andere Bisherige, muss in die zweite Runde.

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Roberto Zanetti reichte es nicht im 1.Wahlgang.

Roberto Zanetti reichte es nicht im 1.Wahlgang.

Hanspeter Bärtschi

Pirmin Bischof erhielt 50'674 Stimmen und schaffte das absolute Mehr von 44'007 Stimmen locker. Dagegen war der Wahlnachmittag für Robert Zanetti, den anderen bisherigen Solothurner Ständerat, eine richtige Zitterpartie.

Nach den ersten Teilresultaten lag Zanetti noch klar unter dem absoluten Mehr. Als dann aber die SP-Hochburgen Solothurn, Grenchen und Olten ausgezählt wurden, kam er dem absoluten Mehr näher. Am Schluss fehlten rund 1600 Stimmen. Zanetti kam auf 42'421 Stimmen.

Keine Chance gegen die beiden Bisherigen hatten die Herausforderer Walter Wobmann (SVP) und Marianne Meister (FDP), auch wenn beide respektable Stimmenzahlen sammeln konnten. Wobmann erhielt 29'666 Stimmen, Meister 25'563 Stimmen.

Für den 56-jährigen Pirmin Bischof ist es die zweite volle Amtsperiode in der kleinen Kammer und die dritte Legislatur in Bern überhaupt, nachdem er zwischen 2007 und 2011 schon im Nationalrat sass.

Der 60-jährige Roberto Zanetti vertritt den Kanton Solothurn seit 2010 im Ständerat. Er war als Nachfolger für den verstorbenen Ernst Leuenberger in die kleine Kammer gewählt worden.

Ob der in den Nationalrat gewählte Walter Wobmann im zweiten Wahlgang noch einmal antritt, wollen er und die Parteileitung bis am Mittwoch entscheiden. Der Abstand der Stimmen zwischen Zanetti und Wobmann sei bei realistischer Betrachtung gross, teilte die SVP Solothurn am Sonntagabend mit.

Auch bei der FDP ist noch nicht entschieden, ob sich Marianne Meister noch einmal in den Kampf begibt. Dies werde am Montagabend an einer Delegiertenversammlung in Härkingen besprochen, sagte Parteisekretär Charlie Schmid auf Anfrage. Der zweite Wahlgang findet am 15. November statt.

Der Liveticker zum Nachlesen:

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