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Robert nach Aus bei «Bachelorette»: «Das war die bisher beste Zeit meines Lebens»

Als einer von 22 Kandidaten startete Robert aus Solothurn in die 3+-Show «Die Bachelorette». In der Folge 7 musste er seine Koffer packen. Im Interview blickt er zurück auf das Abenteuer Thailand.

Interview: Lea Durrer
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Die Sendung ist für Sie vorbei. Oft war das Weiterkommen eine Zitterpartie. Sie bekamen auch eine schwarze Rose und schafften gerade noch, den Heimflug zu umgehen. Wie enttäuscht waren Sie, als es so kurz vor den Dreamdates endgültig hiess: Schluss bei «Die Bachelorette»?

Robert: Es war fast klar, dass ich rausfalle. Im Innern wusste ich es, denn Fabio und ich waren die Einzigen, die kein Einzeldate mit Chanelle hatten und sie nie küssten. Dass die drei anderen weiterkommen, war fast vorprogrammiert. Sie hatten am meisten mit Chanelle zu tun.

Haben Sie ihre Erklärung verstanden?

Nicht verstanden habe ich, dass ich nicht so viel um sie gekämpft haben soll. Das stimmt nicht ganz. Beim Wakeboarden habe ich mir sehr viel Mühe gegeben. Alles andere kann ich schon nachvollziehen.

Beim Wakeboarden tat sich Robert schwer. Er zeigte aber Kampfgeist und liess sich über eine längere Distanz mitziehen. Das Aufstehen wollte nicht klappen.

Beim Wakeboarden tat sich Robert schwer. Er zeigte aber Kampfgeist und liess sich über eine längere Distanz mitziehen. Das Aufstehen wollte nicht klappen.

3+

Wie beschreiben Sie Ihre Gefühle, die Sie für Chanelle entwickelt haben?

Eher freundschaftlicher Art. Damit sich mehr entwickeln kann, muss ich die Nähe finden. Dafür hatte ich gar keine Möglichkeit. Wir sind gute Kollegen, die sich ab und an einmal treffen.

Welchen Eindruck machte die Bachelorette auf Sie?

Chanelle ist sehr humorvoll. Mit ihr kann man stets über etwas Lachen. Sie ist offen, hilfsbereit und sehr erwachsen für ihr Alter. Kinder mag sie sehr, das merkt man.

Gab es eine Möglichkeit neben der Kamera mit ihr zu sprechen?

Nicht so oft. Jeder Kandidat versuchte einmal, sie auf die Seite zu nehmen. Aber das war für sie fast zu viel. Deshalb haben wir das eigentlich sein lassen. Natürlich haben wir ihr noch ein paar Fragen gestellt, wenn die Kamera beim Dreh gerade nicht lief. Aber es gab sowieso viel zu tun.

Wofür hatten Sie neben dem Dreh Zeit?

An den drehfreien Tagen konnten wir die Umgebung etwas anschauen oder mit den Jungs in den Ausgang. Ich hatte bisher noch nie eine Massage und bin zur Thai-Massage. Die Masseurinnen haben mir fast den Rücken gebrochen. Ich muss sagen: Diese zarten Frauen haben Kraft, mamma mia! Den blauen Sakko, den ich bei der Schwarzen Rosen-Nacht anhatte, liess ich dort schneidern. Auch fotografiert habe ich. 95 Prozent der Fotos der Jungs, die dort entstanden, habe ich geschossen. Von mir selbst gibt es aber fast keine Fotos.

Robert (links) mit dem geschneiderten Sakko.

Robert (links) mit dem geschneiderten Sakko.

3+

In der Sendung macht es den Anschein, als ob Sie – zumindest zeitweise – alleine dastanden und ziemlich alle gegen Sie hatten. War das so?

Ja schon. Dass alle Kandidaten gegen mich waren, war mir aber egal. Ich war wegen Chanelle da. Vor allem Fabio und Marko haben meine Aussage nicht verstanden und das zu persönlich genommen. Später haben wir uns unter sechs Augen ausgesprochen und das geklärt. Jetzt verstehe ich mich mit allen Kandidaten.

Wie war denn die Stimmung unter den Kandidaten?

Grundsätzlich kämpfen alle um eine Frau, man ist Gegner. Es gibt aber nur einen Sieger und das muss man akzeptieren. Gegen Schluss hatten wir es alle gut.

Bachelorette Chanelle Wyrsch

Bachelorette Chanelle Wyrsch

3plus

Mit wem verstanden Sie sich am besten? Mit Zimmergenosse Martin?

Nein nicht besonders. Zu Beginn verstand ich mich mit Marko und Ivan am besten. Marko änderte aber seine Meinung über mich. Mit Giovanni und Jason verstand ich mich auch gut, lustigerweise auch mit Mike Cees. Im Umgang mit mir war er nicht so, wie er vor der Kamera erscheint.

Der Vorwurf wird oft geäussert, dass Sie schauspielern würden und nicht authentisch seien. Haben Sie sich vor der Kamera anders gegeben als wenn sie nicht lief oder wie erklären sie sich die Kritik?

Es stimmt schon, dass ich bei den Jungs nicht gleich war wie vor der Kamera. Das hing aber mit Chanelle zusammen, denn meistens, wenn ich vor der Kamera stand, war sie auch da. Wenn eine Frau anwesend ist, benimmt man sich als Mann einfach anders wie mit den Jungs. Die anderen Kandidaten haben sich auch anders verhalten, haben das aber nicht bemerkt.

Was sagen Familie und Freunde dazu, wie Sie in der Sendung auftreten?

Meine Eltern sehen mich auf diese Weise nicht so oft. Ich respektiere sie sehr und bin eher seriöser in ihrer Gegenwart. Sie waren daher überrascht, aber nicht auf negative Art und Weise. Die Kollegen kennen mich so, wie ich in der Sendung bin.

Haben Sie jeweils zusammen geschaut?

Zwei oder drei Folgen musste ich alleine schauen, weil ich krank war. Zwei Wochen lang hatte ich Bindehautentzündung und durfte niemanden sehen. Die restlichen Folgen habe ich mit Freunden und Familien geschaut.

Und wie zufrieden sind Sie selbst mit Ihrem Auftritt?

Es ist viel besser als erwartet. Ich habe gedacht, dass es viel schlimmer wird. Man weiss ja nie, wie der Sender es zusammenschneidet. Ich bin sehr zufrieden.

Vorgeworfen wurde Ihnen auch von Konkurrenten, dass sie nur wegen Social Media mitmachen. Wie viele neue Instagram-Follower hat Ihnen denn die Teilnahme bei «Die Bachelorette» gebracht?

Etwa 2500 neue Followers. Das sind nicht so viele, wie ich erwartet habe. Andere haben bis zu 6000 neue Abonnenten. Aber das war nicht mein Nummer Eins-Ziel.

Effektiv haben Sie auf ihrem Instagram-Profil nur ein einziges Foto aus der Sendung gepostet – ein Gruppenbild der anderen Teilnehmern. Ansonsten sind es Bilder von sich als Model.

«Die Bachelorette» ist etwas Kurzfristiges. Das erwähne ich in meiner «Bio» und in den Stories, soll aber nicht auf Instagram präsent bleiben. Das Gruppenfoto war mir aber wichtig; die Jungs sind wie meine Familie. Ich selbst bin nicht auf dem Foto drauf, weil ich es gemacht habe. Ansonsten poste ich nicht einmal Fotos meiner Freundin, wenn ich eine habe.

Was war das Coolste, das Sie in Thailand erlebten? Welche Erlebnisse sind Ihnen geblieben?

Das Wakeboarden war für mich das Highlight. Die Location fürs Schwarze-Rosen-Date war bezaubernd. Das war beim James Bond-Felsen. Dort war es wirklich wunderschön. Das Kennenlernen war auch ein sehr spezieller Moment. Ich war noch nie so nervös vor einem Treffen mit einer Frau.

Würden Sie wieder bei der Sendung mitmachen?

Auf jeden Fall! Es ist ein Abenteuer fürs Leben. Man lernt neue Leute und Orte kennen, wie man vor der Kamera stehen soll und wie ein solcher Dreh funktioniert. Das war die bisher beste Zeit meines Lebens. Das ist einmalig, ich würde es aber trotzdem wiederholen.

Hat sich an ihrem Beziehungsstatus mittlerweile etwas geändert? Haben Sie vielleicht nach dem Dreh jemanden kennengelernt?

Ich habe bis jetzt sehr viele einladende Nachrichten erhalten, habe aber nicht so darauf geantwortet. Der Beziehungsstatus hat sich nicht geändert, aber es entwickelt sich schon etwas.