Seit 2015 die Fusion der Oper Schenkenberg mit Solothurn Classics Schlagzeilen machte, ist die von Peter Bernhard geleitete Opernstätte in Brugg-Windisch auch in der Region Solothurn-Bern ein Begriff.

Nach der Bekanntgabe, dass der weltberühmte Giancarlo del Monaco kurzfristig die Regie der diesjährigen «Rigoletto»-Produktion der Oper Schenkenberg übernimmt, ist diese landesweit in aller Munde.

Mit dem Engagement von del Monaco ist Tenor und Intendant Peter Bernhard ein famoser Coup gelungen. Einzig auf der Website von Solothurn Classics ist davon nichts zu lesen: Besucher werden von der zurückgetretenen, in die USA gezogenen und mittlerweile wieder in die Schweiz zurückgekehrten Iris Reardon-Kofmel noch immer auf die Saison 2015 eingestimmt.

Peter Kofmel, ihr Nachfolger in der Leitung, erscheint weder auf der Website der Oper Schenkenberg noch auf der Homepage von Solothurn Classics als Nachfolger seiner Tochter.

Peter Bernhard, der am kommenden Donnerstag bei der «Rigoletto»-Premiere den Duca di Mantua singen wird, erläutert, dass die Fusion wohl 2015 über die Bühne ging, die Organisation des Festivals jedoch erst diesen Herbst neu formiert werde.

Peter Bernhard, welche Ressourcen von Solothurn Classics konnten Sie für die «Rigoletto»-Produktion nutzen?

Peter Bernhard: Beim Aufbau konnten die Solothurner nichts beisteuern. Wir profitieren aber punkto Infrastruktur. Unter anderem haben wir die Notenpulte übernommen sowie Regen-Pelerinen. Auf den ersten Blick sind das Kleinigkeiten, aber wir schätzen die Dinge und es entlastet unser Budget.

Warum ist Peter Kofmel, der ehemalige Leiter von Solothurn Classics, nicht im Vereinsvorstand?

Es war von Anfang an ausgemacht, die «Rigoletto»-Produktion noch alleine zu stemmen und im Herbst die Organisation und den Vereinsvorstand neu zu besetzen. Dann werden Peter Kofmel und zwei weitere Solothurner Vertreter Einsitz nehmen und gemeinsam mit vier Aargauern die Geschicke der Oper Schenkenberg bestimmen.

Was hat Solothurn Classics bisher zum «Tosca»-Projekt beigetragen, welches dann 2017 in Solothurn realisiert wird?

Peter Kofmel war mir eine grosse Hilfe beim Einholen der Bewilligungen und bei Gesprächen mit künftigen Sponsoren.

Mit Valentin Vassilev ist der Chorleiter vom Theater Biel Solothurn mit an Bord. Sind diesen Sommer wieder Chormitglieder aus der Region Solothurn-Biel aktiv?

In dieser Produktion sind nur einzelne aus der Region mit dabei. Wir planen, bei der «Tosca»-Produktion auch den Chor neu aufzustellen und vermehrt auf Mitglieder des Bieler Opernchors zurückzugreifen. Beim «Rigoletto» wird der einheimische Laienchor von neun Profisängern vom Coro Lirico Siciliano verstärkt.

Kommenden Donnerstag feiert «Rigoletto» vor der Turnhalle Mülimatt in Brugg-Windisch Premiere. Was sind die diesjährigen Highlights?

Neben der Verpflichtung des weltweit renommierten Regisseurs Giancarlo del Monaco haben wir internationale Sänger und Sängerinnen auf der Bühne, die in der Scala, an der Met und an der Staatsoper Wien und Berlin Furore machten. Die Zweitbesetzung bei den Hauptpartien steht den Stars in nichts nach. «Rigoletto» verspricht, sowohl musikalisch als auch szenisch ein echtes Highlight zu werden.

Oper Schenkenberg: Verdis «Rigoletto» wird vom 11. bis 27. August in der Opernarena vor der Turnhalle Mülimatt in Brugg-Windisch gezeigt. Tickets: 0844 13 13 13 oder unter: www.operschenkenberg.ch