Die Gebäude- und Schadenabschätzung kann in aller Regel effizient durch eine oder maximal zwei Schätzungsfachpersonen erfolgen. Dies dank elektronischer Unterstützung mit Tablets und App. Für die Schätzungskommissionen der Amteien besteht daher heute keine sachliche Notwendigkeit mehr, sie sollen mit der Revision des Gebäudeversicherungsgesetzes aufgehoben werden.

Wie aus einer Medienmitteilung der Staatskanzeli hervorgeht, sollen die bisherigen Amtei-Schätzerinnen und Amtei-Schätzer jedoch auch in Zukunft nach Bedarf von der SGV eingesetzt werden - dies im Auftragsverhältnis neben den eigenen Schätzerinnen und Schätzern der SGV. 

Die Verbindung von Gebäudeschätzung und Datenerhebung für die Katasterschätzung ist im Übrigen zweckmässig und soll im Gebäudeversicherungsgesetz beibehalten werden.

Mit der Revision des Gebäudeversicherungsgesetzes werden im Weiteren folgende Ziele verfolgt:

  • In der Bauzeitversicherung soll die Versicherungsdeckung für bewilligte Bauvorhaben automatisch mit Baubeginn einsetzen und nicht mehr von der Anmeldung zur Versicherung abhängen.
  • Das Rückgriffsrecht soll dahingehend verstärkt werden, dass die SGV künftig im Umfang und Zeitpunkt ihrer Leistungen in die Rechte der versicherten Person eintritt. In diesem Rahmen findet von Gesetzes wegen ein Forderungsübergang statt.
  • Aufgrund der heutigen Strassennummerierungen, welche durch die Gemeinden erfolgen, können die überholten Bestimmungen über die Gebäudenummerierung der SGV aufgehoben werden.
  • Zusätzlich soll aus Gründen des Datenschutzes die bisherige Meldung der Gebäudedaten an die Einwohnergemeinden zur Erhebung der Anschlussgebühren neu im Gebäudeversicherungsgesetz verankert werden.
  • Weiter werden die Prämienforderungen neu mit Rechnungsstellung fällig.

(sks)