Keine Hoffnung

Restaurant-Tester Bumann rettete die «Kehlengrabenschlucht» vor dem Ruin – vergebens, wie sich zeigt

Trotz Restauranttester muss Kehlengrabenschlucht schliessen

Trotz Restauranttester muss Kehlengrabenschlucht schliessen

Gross war die Freude als Daniel Bumann das Restaurant 2015 vor dem Ruin bewahrte. Doch nun ist es für die Gastwirte dennoch soweit gekommen.

Wenn Restaurant-Tester Daniel Bumann sich einschaltet, dann kommt es gut. Denkt man. Und tatsächlich half er der «Kehlengrabenschlucht» im Schwarzbubenland vor zwei Jahren aus der Not. Doch es nun hat das Wirtepaar Gisela und Jörg Gschwind doch aufgeben müssen.

Sie haben den Keller in eine Schlucht verwandelt und dabei viel Engagement gezeigt und Geld investiert: Gisela und Jörg Gschwind. Die beiden führen das Restaurant Kehlengrabenschlucht im Solothurnischen Hofstetten.

Schweizweit bekannt geworden sind die beiden, als TV-Koch Daniel Bumann, der im Bündnerland ein Gourmetrestaurant führt, sich in der Sendung «Restauranttester» ihrer annahm. Die beiden standen nämlich kurz vor dem Ruin. Noch 250 Franken pro Abend nahmen die Gschwinds damals ein. Viel zu wenig.

Gestartet waren die beiden Wirte 2010. Doch weil sie keine gelernten Gastronomen sind, ging erstmal vieles schief. Schliesslich konnten sie von der Erfahrung des TV-Kochs profitieren, den Ruin abwenden. 2016, also vier Jahre nach den Dreharbeiten, lief es den Gschwinds, wie sie damals gegenüber der Solothurner Zeitung sagten. Ihre Kehlengrabenschlucht wurde gut besucht und sie konnten gar das Restaurant ausbauen.

Restauranttester Bumann zurück in Solothurn

Restauranttester Bumann zurück in Solothurn (Mai 2016)

Doch nun ist der schlimmste Fall doch eingetreten: Das Wirtepaar Gschwend gibt im Juli auf. Sie hatten darauf gehofft, den Betrieb kaufen zu können. Doch der Eigentümer verlangt eine Summe, die sie nicht bezahlen wollen und können, wie sie gegenüber TeleM1 erklärten. Zudem sind sie an ihre Grenzen gestossen. Tagsüber gingen sie noch immer ihrem angestammten Berufen nach, abends betrieben sie das Restaurant - 16 bis 18 Stunden dauerten so ihre Tage. Viel zu viel. (jk)

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