Mariastein
Regionale Industrie mit Erfolgsgeschichten zweier Firmen

Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit einerseits, Erfolgsgeschichten zweier Firmen in der Region andererseits: Diese und weitere Themen standen auf der Traktandenliste des Industrieverbands.

Jürg Jeanloz
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Die Referenten Georg Lörz, Geschäftsführer Recticel Betten, MariusHaberthür, Präsident Industrieverband, Daniel Schaer, Geschäftsführer ISBA Tageslichtsysteme, und Kurt Röschli, Verkaufsleiter ISBA (von links). Jürg Jeanloz

Die Referenten Georg Lörz, Geschäftsführer Recticel Betten, MariusHaberthür, Präsident Industrieverband, Daniel Schaer, Geschäftsführer ISBA Tageslichtsysteme, und Kurt Röschli, Verkaufsleiter ISBA (von links). Jürg Jeanloz

Industrie und Gewerbe sind Motoren der Wirtschaft. Erleiden sie Rückschläge, kommt die Konjunktur ins Stottern. Marius Haberthür, Präsident des Industrieverbands Laufen-Thierstein-Dorneck-Birseck, sieht in den letzten Jahren eine Verdüsterung der Wirtschaftslage.

«In der EU sind heute 25,8 Millionen Menschen arbeitslos, Europa droht eine verlorene Generation», gab er den anwesenden Gästen der Generalversammlung des Industrieverbands zu bedenken.

Gleichzeitig würden die Staaten riesige Haushaltsdefizite anhäufen und hätten selbst kein Geld mehr für Investitionen. Soziale Unruhen seien vorprogrammiert.

In der Schweiz komme es auch zu Entlassungen und viele Betriebe seien daran, ihre Produktion nach Osteuropa oder China auszulagern. Damit würden sie am Ast sägen, auf dem sie sitzen. Die Frankenstärke mache vielen Firmen und dem Tourismus zu schaffen.

Sinkende Umsätze in diesem Jahr

Eine Umfrage im Industrieverband mit 35 Firmen und 4300 Arbeitenden ergibt, dass 40 Prozent der Firmen weniger und 20 Prozent der Firmen mehr Umsatz im Jahr 2012 erzielen.

Für 2013 sieht der grosse Teil der Befragten ein ähnliches Bild, allerdings ist der Wille, in die Produktion zu investieren, recht hoch.

Neben der Frankenstärke machen den Firmen auch der hohe administrative Aufwand und das Rekrutieren von Fachpersonal zu schaffen. Lohnerhöhungen für 2013 liegen zwischen 0 und 1,5 Prozent.

Wie jedes Jahr führte der Verband mit der Handelskammer beider Basel eine Wirtschaftswoche für Gymnasiasten und Lehrlinge durch. Organisator Roland Strohmeier beklagte, dass sich immer weniger Fachlehrer für diese gute Sache zur Verfügung stellen würden.

Zwei Erfolgsgeschichten

An der Generalversammlung stellte Inhaber Daniel Schaer seine Firma ISBA vor, die in Zwingen Lichtkuppeln, Lichtbänder, Überdachungen und Velounterstände herstellt.

«Wir beschäftigen 45 Angestellte und erzielen einen Umsatz von 10 Millionen Franken», so Schaer. Für das St. Jakob-Stadion habe ISBA 4500 Lichtkuppeln und für die SBB Winterthur 2,2 Kilometer Oberlichter montiert.

Über eine ähnliche Erfolgsgeschichte referierte Geschäftsführer Georg Lörz, der für die Superba- und Swissflexbetten zuständig ist. In Büron LU und Flüh werden jährlich 100000 Matratzen und 130000 Einlegerahmen hergestellt. Wie sein Vorredner plädiert er für die Produktion in der Schweiz, um den hohen Qualitätsansprüchen zu genügen.