Die Regio Energie Solothurn versorgt heute rund 20'000 Kunden mit Strom, Erdgas, Fernwärme, Trinkwasser und Dienstleistungen. Die Witterungsverhältnisse als Umweltfaktoren beeinflussen bei einem Versorgungsunternehmen die jeweils aktuellen Energie- und Wasserbezugsmengen.

Trotz des heissen Sommers war das Gesamtjahr 2015 heizungsintensiver als das Vorjahr. Die sich ergebenden Absatzzahlen führen insgesamt zu einem soliden Gesamtergebnis, wie die Regio Energie Solothurn in einer Medienmitteilung verkündet.

Der Erdgasabsatz stieg 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1% auf 994 GWh an.  Die Preise an den internationalen Gashandelsmärkten gingen 2015 weiter zurück. Damit konnte die Regio Energie Solothurn Erdgas günstiger beschaffen, was sie mittels tieferer Preise ihren Kunden weitergab. Deshalb nahm der Umsatz im Erdgasgeschäft trotz gestiegener Absatzmenge gegenüber Vorjahr erheblich ab (–9,9%).

Der Temperatureffekt zeigt sich auch im Fernwärmegeschäft, welches zudem auch geografisch weiter ausgebaut wurde und damit eine Zunahme der abgesetzten Energie um 17,3% auf nunmehr 56,7 GWh verzeichnen konnte.

Der Stromabsatz nahm gegenüber dem Vorjahr leicht ab (–1%). Wie auch im Erdgasgeschäft konnten Preissenkungen bei der Beschaffung den Kunden in Form tieferer Preise weitergegeben werden, was zu einem gegenüber dem Vorjahr 9,5% tieferen Umsatz führt. Der Dienstleistungsumsatz konnte erneut gesteigert werden und dokumentiert den Wandel vom klassischen Versorgungsunternehmen hin zum Dienstleistungsunternehmen.

Die Schwerpunkte des Wachstums lagen in den Bereichen Hausinstallationen und Netzbau für Dritte. Nicht zuletzt dank der Ausweitung des  Dienstleistungsgeschäfts konnte der Bruttogewinn gegenüber dem Vorjahr um 11% gesteigert werden. Als bedeutende Arbeitgeberin in der Region durfte die Regio Energie Solothurn 2015 im Jahresdurchschnitt 153 Vollzeitbeschäftige zählen, im Vorjahr waren es 145.

Investitionen

Die Regio Energie Solothurn hat die Aufgabe, in ihrem Versorgungsgebiet dieVersorgungssicherheit optimal zu gewährleisten. Dazu tätigt sie Ersatzinvestitionen, die vorab den hohen Status der Versorgungsnetze sichern. Neben Ersatzinvestitionen im konventionellen Bereich wie dem Austausch mehrerer Leistungstransformatoren fokussierte die Investitionstätigkeit der Regio Energie Solothurn auch im Berichtsjahr auf die Förderung erneuerbarer Energien.

So hat sich die Regio Energie Solothurn an der Realisierung einer Biogasanlage beteiligt, die vom Zweckverband der Abwasserregion Solothurn Emme (ZASE) 2014 realisiert wurde. Die Anlage befindet sich auf dem Emmenspitz, dem Areal der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Zuchwil, und ist nun seit kurzer Zeit in Betrieb. Aus dem anfallenden Klärschlamm liefert die Anlage über 6 Millionen kWh erneuerbares Gas. Diese Menge reicht aus, um über 300 Einfamilienhäuser zu 100 Prozent mit Biogas zu versorgen.

Weitere Investitionsvorhaben im Berichtsjahr betreffen die Erweiterung des Fernwärmenetzes, welches die bei der Abfallverwertung der KEBAG in Zuchwil anfallende Wärme in Zuchwil und Solothurn verteilt. (mgt)