Regierungsratswahlen
Das sagen die Kantonalparteipräsidenten zum Ausgang des zweiten Wahlgangs

Nachgefragt bei CVP-Vizepräsident Stefan Müller-Altermatt, FDP-Präsident Stefan Nünlist und SVP-Präsident Christian Imark.

Ann-Kathrin Amstutz
Merken
Drucken
Teilen
Sandra Kolly von der CVP und Peter Hodel von der FDP haben den Sprung in die Regierung geschafft.

Sandra Kolly von der CVP und Peter Hodel von der FDP haben den Sprung in die Regierung geschafft.

Hanspeter Bärtschi

Stefan Müller-Altermatt, Vizepräsident der CVP Solothurn

Stefan Müller-Altermatt, Vize-Präsident der CVP Solothurn.

Stefan Müller-Altermatt, Vize-Präsident der CVP Solothurn.

KEYSTONE

«Sandra Kolly hat es geschafft, die ganze Partei und viele Menschen darüber hinaus hinter sich zu scharen. Diese Fähigkeit wird sie als Landesmutter auch in die Regierung einbringen. Zugleich ist es schade, dass die Verteidigung des zweiten Regierungssitzes nicht gelungen ist. Darüber bin ich schon enttäuscht. Wir hatten von vornherein eine schwierige Ausgangslage mit dem Rücktritt von zwei Bisherigen. Auch parteipolitisch war die Situation delikat: Es kam zu einer rein bürgerlichen Ausmarchung, und wir sind nun mal nicht die stärkste bürgerliche Partei im Kanton. So kann es passieren, dass uns die FDP schlägt. Wir müssen aber noch analysieren, warum es Thomas Müller am Schluss knapp nicht geschafft hat.»

Stefan Nünlist, Präsident der FDP Solothurn

Stefan Nünlist, Präsident der FDP Solothurn.

Stefan Nünlist, Präsident der FDP Solothurn.

Dominik Hetzer

«Es ist ein guter Tag für den Solothurner Freisinn und für den ganzen Kanton Solothurn. Ich bin extrem glücklich und dankbar, dass sich unsere Wähler mobilisieren liessen und Peter Hodel gewählt haben. Als Ur-Freisinniger hat er sowohl mit seiner Persönlichkeit als auch mit den freisinnigen Werten überzeugt. Auch bezüglich Wahlkampf haben wir vieles besser gemacht als noch im ersten Wahlgang. Der Erfolg tut gut nach den Kantonsratswahlen, wo wir zwar Sitze verloren haben, aber als grösste politische Kraft bestätigt wurden. Ich freue mich sehr auf die anbrechende Legislatur, in der das freisinnige Element durch den Rückgewinn des zweiten Regierungssitzes gestärkt wird.»

Christian Imark, Präsident der SVP Solothurn

Christian Imark, Präsident SVP Solothurn.

Christian Imark, Präsident SVP Solothurn.

Alessandro Della Valle

«Wir sind schon enttäuscht, dass es Richard Aschberger nicht zur Wahl gereicht hat. Es war eine grosse Herausforderung. Positiv ist aber, dass er mit dem guten Resultat einen Achtungserfolg erzielt hat und seine Bekanntheit steigern konnte. Seine Persönlichkeit ist gut zum Ausdruck gekommen. Und so ein Wahlkampf ist immer auch ein <Lehrblätz>, es gibt immer Dinge, die man noch besser machen könnte. Aber wir sind jedes Mal ein Schrittchen näher dran. Wenn Aschberger in Zukunft wieder antreten sollte, ist alles möglich. Ich bin nicht glücklich darüber, dass die SVP weiter aus der Opposition politisiert. Wir haben immer gesagt, dass wir die Regierungsverantwortung mittragen wollen. Von der Stimmbevölkerung haben wir nun aber die Aufgabe erhalten, weiter ein kritisches Auge auf die Regierung zu haben, und diese Aufgabe nehmen wir sehr ernst.»