Zweiter Wahlgang
Regierungsrat: Jetzt kommt es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen dreier Frauen

Die drei Bisherigen – Remo Ankli (FDP), Roland Fürst (CVP), Roland Heim (CVP) – sind mühelos durchspaziert. Für die zwei verbleibenden Sitze kommt es zum zweiten Wahlgang. Die grössten Chancen haben laut den Zahlen aus dem ersten Wahlgang Susanne Schaffner (SP), Brigit Wyss (Grüne) und Marianne Meister (FDP).

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Bereits um 15 Uhr am Sonntag konnten Remo Ankli (FDP, 37'769 Stimmen), Roland Fürst (CVP, 37'314) und Roland Heim (CVP, 36'013) je einen Blumenstrauss in den Händen halten. Die drei bisherigen Regierungsräte spazierten ohne viel Aufhebens durch den Wahlsonntag.

«Locker geht das nie», sagte Roland Fürst jedoch. «Man muss etwas tun dafür und ich habe den Eindruck, das haben wir in den letzten vier Jahren.»

«Das heisst noch nichts»

Spannender gestaltete sich der Wahlsonntag in Bezug auf die fünf weiteren Kandidaten, die um die zwei verbleibenden Sitze kämpften. Zuerst landete Marianne Meister von der im Kanton nach wie vor stärksten Partei, der FDP, auf dem vierten Platz.

«Das heisst noch nichts», sagte Meister nach den Auszählungen in den ersten Gemeinden im Interview mit dem Regionalsender Tele M1. Und sie behielt recht. Nach und nach ist die FDP-Kandidatin überholt worden. Erst von SP-Kandidatin Susanne Schaffner (26'278 Stimmen), dann von der Grünen Brigit Wyss (25'027). Mit 23'826 Stimmen landete Marianne Meister nach dem ersten Wahlgang schliesslich auf dem sechsten Platz. Alle drei Kandidatinnen haben das absolute Mehr nicht erreicht.

Somit zeichnet sich für den zweiten Wahlgang ein Rennen zwischen Schaffner, Wyss und Meister ab.

Marianne Meister gibt sich im letzten Interview mit Tele M1 nicht enttäuscht. «Für mich zählen die Stimmen», sagt sie. Und mit deren Anzahl sei sie zufrieden. Vor allem auch, weil sie damit zu den drei bestplatzierten Kandidatinnen gehöre. «Das ist entscheidend.»

Ob sie wieder antrete, werde an der Delegiertenversammlung am Montagabend entschieden. Für Marianne Meister war aber bereits am Morgen klar: «Ich bin parat.»

Keine Absprache

Auch die Fünftplatzierte Brigit Wyss sagt: «Ich persönlich würde gerne nochmals antreten.» Sie selbst habe nur mit dem sechsten Platz gerechnet und freue sich jetzt. Die Grünen entscheiden einen Wiederantritt ebenfalls erst am Montag. Laut Wyss selbstständig und ohne Absprache mit der SP.

«Wie erwartet»

In weite Ferne rückte der Regierungssitz für die SVP. Kandidat Manfred Küng (17'355) gab sich gelassen: «Wer im Vorfeld eine saubere Lagebeurteilung der Kräfteverhältnisse gemacht hat, der ist über dieses Resultat nicht erstaunt. Es ist eingetroffen, was wir erwartet haben.»

Dem hat auch SVP-Präsidiumsmitglied Walter Wobmann nichts mehr anzufügen. «Luft nach oben» gebe es für die SVP im Regierungsrat, sagte er am Sonntagmittag. «Es könnte besser sein», dann nach Bekanntgabe der definitiven Ergebnisse des ersten Wahlgangs.

Lachende Letzte ist die Nicole Hirt von der GLP (14'638). Lachend, weil doch zufrieden mit der Stimmenzahl: «Nur 2700 weniger als der SVP-Kandidat», wie sie sagt.

(smo)