Luterbach-Härkingen

Regierungsrat ist überzeugt vom Sechsspur-Ausbau der A1

Zwischen Luterbach und Härkingen sollen aus vier sechs Spuren werden. Das sollte die Kapazitäten erheblich erhöhen und solche Staus reduzieren.

Zwischen Luterbach und Härkingen sollen aus vier sechs Spuren werden. Das sollte die Kapazitäten erheblich erhöhen und solche Staus reduzieren.

Der Solothurner Regierungsrat sagt Ja zum Ausbau der Autobahn A1 zwischen Luterbach und Härkingen. Er ist überzeugt von dessen Wichtigkeit. Die Kapazitätserhöhung würde die Ortschaften des Jura-Südfusses wesentlich von Durchgangsverkehr entlasten.

Im Sinne einer möglichst raschen Realisierung des Ausbaus des Nationalstrassenteilstückes auf sechs Spuren ist der Regierungsrat der Meinung, dass sich die Projektierung «auf die wesentlichen Elemente zu beschränken hat». Das schreibt die Staatskanzlei am Dienstag in einer Mitteilung. Eine Berücksichtigung von kantonalen und kommunalen Vorhaben dürfe aber nicht verunmöglicht werden.

Der Lärm entlang der Autobahn bereite grosse Sorge. Damit dem Anliegen nach besserem Lärmschutz Rechnung getragen werden kann, fordert der Regierungsrat, dass der Ausbau der Nationalstrasse als wesentliche Änderung einer Anlage qualifiziert wird. Damit kämen laut Regierungsrat strengere Lärmschutzvorschriften zum Tragen.

Tunnel soll geprüft werden

Der Regierungsrat würdigt im Rahmen seiner Stellungnahme ans Bundesamt für Strassen auch die wesentlichen Eingaben der Gemeinden, Organisationen und Privaten, soweit sie das Vorhaben nicht grundsätzlich in Frage stellen.

Von Seiten des kantonalen Bauernverbandes, den kantonalen Sektionen von Pro Natura und dem WWF wird zum Schutz des kostbaren Kulturlandes und vielfältiger weiterer Vorteile (Revitalisierung der Dünnern, einfachere Realisierung des Wildtierkorridors) die Verlegung des Autobahnabschnitts bei Niederbuchsiten in einen zwei Kilometer langen Tunnel gefordert.

«Der Regierungsrat ist sich der erheblichen Kostenfolgen dieser Forderung bewusst», heisst es in der Mitteilung. Er fordere das Bundesamt für Strassen dennoch auf, das Anliegen auch mit Blick auf die im Fokus stehenden Bundesinteressen wie Kulturlanderhaltung und Gewässerrenaturierung zu prüfen. (ldu/mgt)

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