Sie regelte in den vergangenen 20 Jahren die Bewilligung der Nutzung erneuerbarer Energie mittels Wärmepumpen und die Erlangung entsprechender Förderbeiträge.

Die Aufhebung dieser Richtlinie ist formeller Natur. Denn eine neue Richtlinie zum gleichen Bereich hat das kantonale Amt für Umwelt (AfU) bereits im vergangenen November erlassen und veröffentlicht: Sie heisst «Nutzung von Grundwasser und Erdwärme zum Heizen oder Kühlen» und richtet sich an Planer und Bauherren sowie an die kommunalen Baubehörden.

Zur Aufhebung der alten Richtlinie war nur darum ein Regierungsratsbeschluss nötig, weil sie seinerzeit auch vom Regierungsrat erlassen worden war. Das Bau- und Justizdepartement ist heute der Ansicht, dass solche auf die praktische Anwendung ausgerichteten Richtlinien keinen politischen Entscheid der Regierung erfordern und sinnvollerweise auf der Stufe eines Amts erlassen werden.

In der neuen Richtlinie berücksichtigt der Kanton Solothurn in Sachen Erd- und Grundwasserwärmenutzung neue Vorgaben des Bundes sowie die aktuell verfügbaren Kenntnisse über den natürlichen Untergrund. Es geht dabei um Erdsonden bis zu einer Tiefe von 400 Metern. «Neu können auch im Gewässerschutzbereich im Siedlungsgebiet unter gewissen Auflagen Erdsonden erstellt werden», teilt AfU-Chef Würsten mit. Das Bewilligungsverfahren hat zum Ziel, den Schutz der Grund- und Trinkwasservorkommen wie auch die Beachtung der geologischen Risiken sicherzustellen. (cva)