Kanton Solothurn
Regierungsrat beschliesst Nominationen für den kantonalen Sozialpreis 2014

Der Regierungsrat hat – auf Vorschlag einer neunköpfigen Fachjury – fünf Nominationen für den kantonalen Sozialpreis 2014 vorgenommen. Der Preis ist mit 20‘000 Franken dotiert.

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Dies sind die Gewinnerinnen des letztjährigen Sozialpreises, die Kandidaten für dieses Jahr wurden am Dienstag nominiert.

Dies sind die Gewinnerinnen des letztjährigen Sozialpreises, die Kandidaten für dieses Jahr wurden am Dienstag nominiert.

Hans Ulrich Mülchi

Der Träger oder die Trägerin des Sozialpreises wird an einer öffentlichen Feier am 11. September 2014 um 19.00 Uhr im Landhaus Solothurn bekanntgegeben. Der zum achten Mal ausgeschriebene Preis stiess wiederum auf grosses Interesse. 32 Eingaben standen der Expertenjury zur Auswahl.

Nominiert wurden:

· „HeimArt“, vertreten durch Patrick Marti, Stiftung rodania, Grenchen für den Beitrag zur Integration von Menschen mit einer Behinderung. Der als Gemeinschaftsprojekt betriebene Laden „HeimArt“ in Solothurn bietet einen Mix an Produkten an, welche in verschiedenen Behindertenorganisationen im Kanton Solothurn erarbeitet wurden. Neben dem Verkauf betreibt „HeimArt“ auch ein Teebistro und stellt Arbeitsplätze für Menschen mit einer Behinderung zur Verfügung, die zu Austausch und Begegnung mit der Gesellschaft führen.

· „Werken im Park“, Verein Robi Olten für den Beitrag zur sozialen Integration und Frühförderung von Kindern auf dem Quartierspielplatz. Das Pilotprojekt „Werken im Park“ wurde in der Sommersaison 2013 im Spiel-Pavillon Vögeligarten initiiert und ist ein neues Angebot des Vereins Robi in Olten. Die meisten Kinder, welche im Umfeld des Vögeligartens wohnen und somit das Angebot des Spiel-Pavillons nutzen können, erwerben im Austausch mit anderen Kindern und unter Anleitung auf spielende Weise Fertigkeiten, welche ihnen die schulische und gesellschaftliche Integration erleichtern.

· SeniorInnenhilfe Pro Senectute / Schule Derendingen für die Förderung der Beziehung zwischen den Generationen. Die Seniorinnen und Senioren besuchen jeweils unentgeltlich an einem halben Tag pro Woche eine Schul- oder Kindergartenklasse und stellen ihre Zeit und Lebens-erfahrung zur Verfügung. Bis heute engagieren sich 15 Seniorinnen und Senioren in den Klassenzimmern der Schule Derendingen. So begegnen sich drei Generationen in einem Klassenzimmer.

· „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, Stryker AG, Selzach für die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Stryker AG unterstützt die Mitarbeitenden, indem sie ihnen einen reservierten und mitfinanzierten Platz für das Kind in der ortsansässigen Kita zur Verfügung stellt. Die Stryker AG setzt mit ihrem Projekt ein wichtiges Zeichen, damit Beruf und Familienalltag besser organisiert und zu vereinbaren sind.

· „Waldgruppe“ Sonnhalde Gempen / Forstbetrieb Dorneckberg für ihr Projekt zur sinnvollen und erfüllenden Beschäftigung von Menschen mit einer Behinderung in Wald und Landschaft. Die „Waldgruppe“ Sonnhalde Gempen pflegt in enger Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Dorneckberg wertvolle Hecken und bekämpft artfremde Pflanzen. Heute sind Menschen mit einer Behinderung in der Waldgruppe täglich und bei jedem Wetter unterwegs und leisten einen wertvollen Beitrag zur Landschaftspflege. (mgt)