Erziehung
Regierung sagt Ja zum Lehrplan 21 - mit inhaltlichen Vorbehalten

Der Regierungsrat begrüsst die Harmonisierung der Bildungsziele an Deutschschweizer Volksschulen. Der Lehrplan 21 schaffe diese gemeinsame Basis. Die Menge der Mindestansprüche erachtet der Regierungsrat aber als «überladen».

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Der Regierungsrat hat einige inhaltliche Anmerkungen zum Lehrplan 21 gemacht.

Der Regierungsrat hat einige inhaltliche Anmerkungen zum Lehrplan 21 gemacht.

Keystone

it dem Entwurf des Lehrplans 21 werde ersichtlich, was die Schüler und Schülerinnen in der Volksschulzeit lernen sollen und anwenden können, schreibt der Regierungsrat in seiner Stellungnahme an die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK).

Umsetzung konkreter

Die Bezüge zu den Wertvorstellungen, die dem Lehrplan zu Grunde lägen, seien unklar und müssten konkret benannt werden.

Inhaltliche Vorbehalte bringt der Regierungsrat auch hinsichtlich der Anzahl Kompetenzbeschreibungen in einzelnen Fächern sowie in deren Detaillierungstiefe an.

Er regt deshalb an, eine «engere Verknüpfung von Kompetenzbeschreibungen und Inhalten vorzunehmen, damit die Umsetzung für die Lehrpersonen konkreter wird».

Der Fachbereich Ethik/Religionen/Gemeinschaft auf der Sekundarstufe I sei für die Volksschule im Kanton Solothurn in dieser Art neu. Der kirchliche Religionsunterricht werde davon aber nicht betroffen.

Frühestens ab Schuljahr 2017/2018

«Die kantonalen Ausgestaltungen zum Lehrplan 21 wie eine angepasste Lektionentafel und die Weiterbildungsplanung für die Schulleitungen und Lehrpersonen werden erst nach dem Vorliegen des definitiven Lehrplans beschlossen», heisst es.

Die Einführung des Lehrplans 21 könne somit frühestens ab Schuljahr 2017/2018 erfolgen. (ldu)

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