Leistungsauftrag
Regierung ist zufrieden mit der Arbeit der Fachhochschule

Die Fachhochschule Nordwestschweiz rapportiert jährlich an die Trägerkantone über die Erfüllung der Vorgaben. Der Solothurner Regierungsrat ist mit ihrem Bericht zufrieden.

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Die finanziellen Ziele gemäss Leistungsauftrag wurden fast vollumfänglich erreicht und vielfach auch übertroffen.

Die finanziellen Ziele gemäss Leistungsauftrag wurden fast vollumfänglich erreicht und vielfach auch übertroffen.

Bruno Kissling

Die Trägerkantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn führen die Fachhochschule mit einem Leistungsauftrag. Dieser wird von den Regierungen erteilt und ist wie die Berichterstattung über die Erfüllung von den Kantonsparlamenten zu genehmigen.

Am Dienstag stand der Bericht für 2016 auf der Traktandenliste der Regierungssitzung. Der Regierungsrat attestiert der Fachhochschule ein «erfolgreiches Jahr» und «insgesamt gute Ergebnisse».

Das gilt insbesondere auch für den finanziellen Aspekt. Rund 54 Prozent des Gesamtaufwands von 457,6 Millionen Franken wurden über die Beiträge der Trägerkantone finanziert, von denen 37,6 Millionen auf Solothurn entfallen. Die Fachhochschule hat zwar insgesamt weniger Drittmittel (zum Beispiel Forschungs- und Projektaufträge) generiert als im Vorjahr, unter dem Strich resultierte aber dennoch ein Ertragsüberschuss von 6,5 Millionen. Budgetiert war ein Minus von 5,4 Millionen, das die Fachhochschule aus dem Eigenkapital hätte ausgleichen müssen.

Nun erhöht sich aber das Eigenkapital auf 36 Millionen. Dieses Ergebnis reflektiere einerseits den haushälterischen Umgang der Fachhochschule mit den Trägermitteln, schreibt die Regierung in ihrer Botschaft an den Kantonsrat. Anderseits attestiert sie der Schule trotz leichtem Rückgang ein «nach wie vor erfolgreiches Einwerben von Drittmitteln in der anwendungsorientierten Forschung und in der Weiterbildung».

Weniger Aufträge von Kantonen

Die finanziellen Ziele gemäss Leistungsauftrag wurden fast vollumfänglich erreicht und vielfach auch übertroffen. Gut unterwegs ist die Fachhochschule bei den Kostendeckungsraden in der Forschung, Weiterbildung und Dienstleistung.

Lediglich der Deckungsgrad Weiterbildung und Dienstleistung der pädagogischen Hochschule liegt um einen Prozentpunkt unter den Vorgaben. Der Ertragsrückgang der pädagogischen Hochschule ist übrigens in erster Linie den um 15 Prozent gesunkenen Projektaufträgen der Trägerkantone zuzuschreiben.

Mehr Studenten

Letztes Jahr (Stichtag 15. Oktober) waren total 11'888 Studierende an der Fachhochschule immatrikuliert, was einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 626 Personen oder 5,6 Prozent entspricht. Dieses Wachstum fand wie geplant hauptsächlich bei den beiden grossen Hochschulen für Wirtschaft und Pädagogik statt.

Auch die Hochschule für Life Sciences konnte bei den Neueintritten nach einem Rückgang 2015 und vorher zwei stagnierenden Jahren wieder einen Zuwachs verzeichnen. Aus dem Kanton Solothurn stammen 1295 oder 11 Prozent der Studenten und Studentinnen. (mou)