Ende Juni hat der Solothurner Ulrich Kirchhofer einen Volksauftrag eingereicht, mit dem er die Regierung zur Schaffung eines eigenständigen Sportamtes auffordert. Damit könne, so Kirchhofers Anliegen, gerade der Breitensport besser gefördert werden. Mit ihrem Beschluss empfiehlt die Regierung jetzt dem Kantonsrat, den Auftrag abzulehnen.

Seit 1989 sind die beiden Förderbereiche Kultur und Sport in einem Amt vereint – und das soll nach dem Willen des Regierungsrates auch so bleiben. Gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Spardrucks sei es nicht zweckmässig, ein neues Amt zu gründen, heisst es in der Stellungnahme.

Und: «Für uns ist nicht massgebend, wie der Sport innerhalb der Verwaltung organisiert ist, sondern wie sich die Sportförderung in den letzten Jahren entwickelt hat.» Diese Entwicklung sei «sehr erfreulich». So ermöglichen etwa neue Richtlinien des Sportfonds seit 2010 die projektorientierte Förderung im Breiten-, Leistungs- oder Spitzensport. «Auch können Beiträge an die Erstellung und den Unterhalt von Sportinfrastrukturen gesprochen werden.

Die Kultur- und die Sportförderung verfügen über je eigene Mittel, die nicht in direkter Konkurrenz zueinanderstehen, versichert die Regierung. Sie nimmt damit Bezug auf den Lotterie- bzw. den Sportfonds. Die Swisslosgelder, welche beide Fonds speisen, fliessen zu 75 Prozent in den Lotteriefonds und zu 25 Prozent in den Sportfonds. Damit sei auch in diesem Bereich die Aufteilung zwischen den Förderbereichen klar geregelt. (szr)