Öffentlicher Verkehr

Regierung hat nichts gegen Umstellung auf Elektrobusse – das ist aber nicht so einfach

Im Kanton sind noch keine Elektrobusse unterwegs. (Archiv)

Der Kanton Solothurn soll seine Verantwortung in Sachen Klimaschutz wahrnehmen, fordert CVP-Kantonsrat Dieter Leu (Rickenbach) in einem Vorstoss. Konkret verlangt er von der Exekutive eine Strategie zur Umstellung auf Elektrobusse in den nächsten zehn Jahren.

Der Regierungsrat hat nichts gegen eine solche Umstellung – so einfach ist das aber nicht, heisst es in den nun veröffentlichten Antworten auf den Vorstoss. Nicht zuletzt gehe es um «finanzielle Herausforderungen»; konkret etwa die Frage, wer für die teureren Modelle aufkommt, und wie und ob Transportunternehmen für die Mehrkosten entschädigt werden. Die rechtlichen Grundlagen für eine Abgeltung dieser Busse wolle man «möglichst bald» regeln, heisst es weiter. Aber: Die effektive Umstellung ist dann Sache der Transportunternehmen, eine kantonale Umsetzungsstrategie mache wenig Sinn, und auch die von Leu geforderte Zeitspanne von zehn Jahren sei «zu eng» berechnet.

Eine allzuschnelle Umstellung mache auch nicht Sinn, weil «weil die entsprechenden alternativen Antriebssysteme für gewisse Liniencharakteristiken noch fehlen, zu teuer oder noch nicht marktreif sind.» Es würde sich auch nicht lohnen, noch einsatzfähige Dieselbusse vorzeitig zu ersetzen. Man erwäge zudem, «vor einem grossflächigen Einsatz von Bussen mit alternativen Antriebstechnologien, Erfahrungen mit einem Pilotbetrieb zu sammeln.» (szr)

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