Zu nass
Regen schwemmte Kartoffeln aus und liess Zuckerrüben verfaulen

Der Dauerregen in den vergangenen Tagen hat sich auch auf die Solothurner Felder ausgewirkt. Durch das Hochwasser und den vielen Regen wurden auch Saaten beschädigt. Der Schaden ist noch nicht abschätzbar.

Lorin Messerli
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Wegen dem Hochwasser hat vorallem der Gemüsebau gelitten. Viele Zuckerrüben sind verfault und können nicht mehr verwendet werden.(Archiv)

Wegen dem Hochwasser hat vorallem der Gemüsebau gelitten. Viele Zuckerrüben sind verfault und können nicht mehr verwendet werden.(Archiv)

Keystone

Das Wasser liess diverse gesäte Kartoffeln aus dem Boden hervorschwemmen. Zudem sind die Zuckerrüben verfault und können nicht mehr verwendet werden. Eine neue Saat bringe keine Verbesserung, heisst es beim Solothurner Bauernverband, denn der Zuckergehalt in den Rüben würde nach einer verkürzten Zeit unter der Erde nicht mehr gleich hoch sein.

Einer der direkt betroffen ist, ist Hansruedi Scheurer. Der Grenchner Landwirt hatte auf seinem Hof 2 Hektaren an Industriekartoffeln angesät. «Der Wasserrückstau an der Aare hat mindestens 1/4 davon zerstört.» Scheurer weiss noch nicht genau, was künftig auf den überschwemmten Feldern gesät wird. Es werde vermutlich eine Kunstwiese.

Die Bauern wären auf Veränderungen vorbereitet, meint Scheurer. Doch das Wetter sei nicht gleich stabil wie früher. «Entweder ist es in der Schweiz lange trocken oder lange nass. So viele Niederschläge wie in dieser Woche im Mai habe ich noch nie erlebt.»

Den Witterungen ausgeliefert

Wie Scheurer ist es zahlreichen anderen Bauern gegangen. «Das Ausmass können wir heute noch nicht abschätzen», meint Peter Brügger, Sprecher des kantonalen Bauernverbands. Wie hoch die Einbussen sind, sieht man erst bei der Ernte. Bis dahin kann noch vieles passieren.»