Kanton Solothurn
Regen lässt die Kirschen platzen

Trotz hohem Pegel und weiterem Regen scheint die Überschwemmungsgefahr gebannt. Der Kirschenernte setzt das Nass zu, dafür sind Pfadi-Zelte bereits auf ihre Dichte hin geprüft.

Christian von Arx
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So sehen nicht mehr alle Kirschen, die geerntet werden aus. Viele Kirschen sind durch den Regen aufgesprungen. (Archiv)

So sehen nicht mehr alle Kirschen, die geerntet werden aus. Viele Kirschen sind durch den Regen aufgesprungen. (Archiv)

Kenneth Nars

Die Regenfälle dieser Woche haben in der Aare zu den bisher grössten Abflussmengen des Jahres geführt. Aber mit einem Spitzenwert von 722 Kubikmeter pro Sekunde am Dienstagnachmittag (bei Murgenthal) blieben sie klar unterhalb des gefährlichen Bereichs.

«Es war des Guten mehr als genug», kommentiert Bauernsekretär Peter Brügger die Regenmengen aus landwirtschaftlicher Sicht. Derzeit sei die Ernte der Gerste in Gang, doch dieses Getreide sei glücklicherweise eher «tolerant».

Empfindlicher wären Raps und Weizen, die aber erst in zwei bis drei Wochen erntereif seien. Grossen Mehraufwand verursache der Regen den Kirschenbauern, denn viele der empfindlichen Früchte seien aufgesprungen und müssten aussortiert werden. Aber: «Der Bauer lebt mit der Natur, und wir sind froh, dass wir bei den Hagelzügen glimpflich davongekommen sind.» Wenn es weiter regne, drohe allerdings in Hanglagen die Gefahr von Erdrutschen, so Brügger.

Pfadi weiss jetzt: Zelte sind dicht

Auch das Kantonallager der Pfadi Kanton Solothurn in Alterswil FR, wo diese Woche etwa 30 Pfadis am Aufbauen sind, hat den starken Regen gespürt: «Auswirkungen auf unser Programm hat das aber keine – das Wetter drückt höchstens etwas auf die Moral», berichtet Elias Niklaus v/o Tiki von der Lagerleitung.

Besorgte Privatpersonen aus der Umgebung hätten ihnen eine Notunterkunft angeboten, aber sie wurde nicht beansprucht: Die Pfadizelte hielten dicht.