Synode Kanton Solothurn
Reformierte wollen Flüchtlinge grosszügig aufnehmen

Die Reformierten im Kanton Solothurn wollen zur Flüchtlingspolitik nicht schweigen. Die Synode der Evangelisch-Reformierten Kirche Kanton Solothurn hat am Samstag in Oensingen eine Resolution zur Flüchtlingsfrage verabschiedet.

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Der Zahl von Flüchtlingen, die über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen versuchen, nimmt nicht ab. Die Reformierten bitten nun Kirchengemeinden und -mitglieder um Hilfe. (Symbolbild)

Der Zahl von Flüchtlingen, die über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen versuchen, nimmt nicht ab. Die Reformierten bitten nun Kirchengemeinden und -mitglieder um Hilfe. (Symbolbild)

KEYSTONE/AP/GREGORIO BORGIA

Sie zeigt sich «tief betroffen vom Schicksal der vielen Flüchtlinge, die getrieben von Krieg und Not Schutz bei uns suchen», heisst es in einer am Samstagabend verschickten Mitteilung. «Die Synode distanziert sich von immer zahlreicheren Abwehrreflexen bei offiziellen Stellen und Teilen der Bevölkerung. Das Boot ist längst nicht voll.»

In der Not brauche es die Hilfe der Kirche: «Die Synode bittet die Kirchgemeinden und die einzelnen Kirchenmitglieder, sich aktiv zu engagieren und für eine grosszügige Aufnahme der in unser Land kommenden Flüchtlinge einzustehen und ihnen Gastfreundschaft zu gewähren.»

Die Synode ist das Kirchenparlament und verfügt über 40 Sitze. Die Vertreter werden von den Kirchgemeinden gewählt. Die Evangelisch-Reformierte Synode Kanton Solothurn vertritt die reformierten Kirchgemeinden des Thals, des Schwarzbubenlandes und des unteren Kantonsteils. Die Bezirke Solothurn, Lebern, Wasseramt und Bucheggberg sind in der Bezirkssynode Solothurn organisiert, die zur Kirche Bern-Jura-Solothurn gehört. (szr)