Atomdebatte
Reformierte wollen AKW Mühleberg abgeschaltet sehen

Die Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura- Solothurn (Refbejuso) hat zur möglichst raschen Abschaltung des Atomkraftwerks Mühleberg aufgerufen. Das Kirchenparlament überwies am Mittwoch in Bern eine entsprechende Resolution.

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Die Reformierten plädieren für die Abschaltung des AKWs Mühleberg

Die Reformierten plädieren für die Abschaltung des AKWs Mühleberg

Keystone

Die Synode erinnert in der Entschliessung an ihre Verantwortung gegenüber der Schöpfung, der Schweiz und der Bevölkerung, wie es im Communiqué der Refbejuso heisst. Die verantwortlichen Behörden sollten demnach den Betrieb des Reaktors «raschmöglichst einstellen».

Zweidrittelsmehrheit erreicht

Für die Resolution war eine Zweidrittelsmehrheit vonnöten. Die Diskussion sei engagiert und kontrovers verlaufen, sagte Mediensprecher Thomas Gehrig auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Ethische Aspekte seien ebenso genannt worden wie Fragen der Arbeitsplätze und der wirtschaftlichen Tragbarkeit.

Am zweiten und letzten Tag der Wintersynode wurde zudem die Finanzplanung für die Jahre 2012 bis 2016 zur Kenntnis genommen. Ab 2014 wird mit Defiziten gerechnet. Im Voranschlag 2012 wird den Kirchgemeinden gleichwohl ein Rabatt auf den Abgabesätzen von zwei Prozent zugestanden.

Geld für Medien

Bereits am Dienstag hatte die Synode den jährlichen Beitrag von 50'000 Franken ans zweisprachige Kirchenfenster Teléglise des TV-Senders Telebielingue verlängert. Mit einer Motion fordert das Parlament den Synodalrat zudem auf, innert Jahresfrist eine Lokalmedienstrategie vorzulegen.

Die bereits bestehenden und etablierten Kirchenfenster der drei Lokalradios BeO, Neo2 und Radio 32 sollen «inhaltlich und finanziell angemessen unterstützt» werden. Schliesslich gewännen die Lokalmedien für die Kirche an Bedeutung. (sda/san)