Konzernverantwortung
Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn sagen Ja zur Initiative

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn unterstützen die Anliegen der Konzernverantwortungsinitiative. Das Begehren schütze die Schwachen und sei im Interesse von verantwortungsbewussten Unternehmen, heisst es in einer Medienmitteilung.

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Am 29. November wird über die Konzernverantwortungsinitiative abgestimmt. (Symbolbild)

Am 29. November wird über die Konzernverantwortungsinitiative abgestimmt. (Symbolbild)

Reto Martin

Die Initiative zielt darauf ab, dass Schweizer Konzerne und ihre Tochterfirmen bei ihrer Tätigkeit im Ausland Menschenrechte und Umwelt respektieren. Personen, die im Ausland von Konzernen geschädigt worden sind, sollen die Möglichkeit erhalten, in der Schweiz eine Klage einzureichen.

Konzerne sollen neu für Menschenrechtsverletzungen oder Umweltverschmutzungen ihrer Tochterfirmen haften. «Eine breite Koalition aus Wirtschaft, Politik und Hilfswerken unterstützt das Anliegen der Konzernverantwortungsinitiative bereits», heisst es weiter. Ebenso werde die Initiative von zahlreichen Kirchgemeinden, Einzelpersonen und Landeskirchen mitgetragen, darunter auch die Reformierten Kirchen Bern, Jura-Solothurn, zu der die Reformierten im oberen Kantonsteil gehören.

«Der Synodalrat ist überzeugt, dass die Konzernverantwortungsinitiative ein pragmatischer Weg ist, um die Rechte benachteiligter Menschen in den Ländern des Südens wirksam zu schützen», heisst es weiter. Damit verbunden sei «kein Generalverdacht gegenüber der Tätigkeit von Schweizer Konzernen im Ausland». Man sei sich bewusst, «dass die Mehrheit von ihnen fair wirtschaftet».

Was die Initiative erreiche, seien «gleich lange Spiesse zwischen denjenigen Firmen, die ihre Verantwortung wahrnehmen, und solchen, die dies um der Gewinnmaximierung willen nicht tun.» Eine allgemeinverbindliche Regelung liege deshalb gerade im Interesse von verantwortungsbewussten Unternehmern. (mgt)