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Rechtspartei PNOS will im Kanton Solothurn stärker Fuss fassen

Die Partei national orientierter Schweizer (PNOS) will ihre Tätigkeit im Kanton Solothurn ausweiten. Diese Entwicklung hat unter anderem zum Aufruf zur antifaschistischen Demonstration vom Freitagabend beigetragen.

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Die PNOS publizierte diskriminierende Inhalte im Internet (Archiv)

Die PNOS publizierte diskriminierende Inhalte im Internet (Archiv)

Keystone

Die anonymen Urheber des Aufrufs zu einer antifaschistischen Demonstration am Freitagabend in Solothurn begründen ihr Engagement unter anderem mit dem Aufkommen «rechtsextremer Strukturen wie beispielsweise der PNOS».

In der Tat scheint die PNOS (Partei national orientierter Schweizer) vermehrt Anstrengungen zu unternehmen, im Kanton Solothurn (wieder) Fuss zu fassen. 2005 hatte die PNOS in Günsberg sogar kurzzeitig den Einzug in den Gemeinderat geschafft, seither wurde sie aber kaum mehr wahrgenommen.

Im Mai dieses Jahres meldete sich die Solothurner Sektion zurück und kündigte an, die Tätigkeit der PNOS «auf kantonaler Ebene auszuweiten». Eine erste Generalversammlung der neuen Kantonalsektion fand Ende Juli statt, als Vorsitzender firmierte der 22 Jahre junge Joël Uhlmann, der bei der Bauverwaltung in Bellach eine Ausbildung zum Fachmann Betriebsunterhalt absolviert.

Zwischenzeitlich ist es aber offenbar bereits zu einem Führungswechsel gekommen. Auf der Homepage der PNOS Solothurn präsentiert sich jetzt Marcel Eggers als «Vorsitzender Kanton Solothurn». Eggers ist kein Unbekannter. Er war im Juni in die Schlagzeilen geraten, als der «SonntagsBlick» publik machte, dass mit ihm ein bekennender Rechtsextremist Junioren des FC Subingen trainiert.

Eggers und der Verein beendeten darauf die Zusammenarbeit, wobei der PNOS-Präsident beteuert: «Meine sportliche Tätigkeit auf dem Fussballfeld trenne ich ganz klar von meinen politischen Ansichten.»

Aktuell wirbt die PNOS Solothurn mit einem Flugblatt um neue Mitglieder: Wer Eidgenosse sei und etwas dafür tun wolle, dass «die Kirche im Dorf bleibt und der einzige Halbmond nachts vom Himmel scheint», solle sich jetzt «dem Widerstand anschliessen». (mou)

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