Fritz Brechbühl

Ratssekretär kündet seinen Rücktritt an

Fritz Brechbühl an einer Medienkonferenz. (Archiv)

Fritz Brechbühl an einer Medienkonferenz. (Archiv)

Ratssekretär Fritz Brechbühl beabsichtigt, sich per Ende Juli 2017 im Alter von 62 frühzeitig pensionieren zu lassen. Er tritt 2017 nicht mehr zur Wiederwahl an.

Seit 25 Jahren ist Ratssekretär Fritz Brechbühl das juristische Gewissen des Kantonsrats. Er hat in dieser Funktion im Auftrag von Ratsmitgliedern und parlamentarischen Gremien unzählige Abklärungen vorgenommen sowie Arbeitspapiere und Stellungnahmen verfasst.

Das jüngste prominenteste Beispiel ist der Bericht der Geschäftsprüfungskommission zu Verstössen gegen das Submissionsrecht im Finanzdepartement. Auch hier hat der Jurist im Dienste des Kantonsrats die juristische Knochenarbeit geleistet.

Am Mittwoch hat Fritz Brechbühl seinen Rücktritt per Ende Juli 2017 angekündigt. Er stellt sich damit nicht mehr der Wiederwahl für die folgende Legislatur. Brechbühl wird dann knapp 62 sein – und sich damit vorzeitig pensionieren lassen. Er freue sich auf mehr gemeinsame Zeit mit seiner Frau und auch auf so manche gemeinsame Reise, sagte er auf Anfrage.

Erster Ratssekretär im Kanton

Mit der frühzeitigen Ankündigung seines Rücktritts habe die Leitung des Kantonsrats jetzt genügend Zeit, so Brechbühl, das ganze Prozedere und und die Wahl seines Nachfolgers oder seiner Nachfolgerin festzulegen. Fritz Brechbühl ist der erste Ratssekretär im Kanton Solothurn überhaupt. Deshalb besteht für die Nachfolgeregelung noch kein klar definiertes Verfahren.

Der neue Ratssekretär oder die neue Ratssekretärin wird spätestens in der Mai-Session 2017 vom neubestellten Kantonsrat gewählt. Es sei aber durchaus möglich, dass sich die Ratsleitung schon für einen früheren Wahltermin entscheidet, hält Brechbühl fest.

Damit hätte der zweite Ratssekretär des Kantonsrats die Möglichkeit, noch eine Zeit lang von der Erfahrung des ersten zu profitieren. Aufgrund der Wahl durch das Parlament ist der Ratssekretär im Übrigen einer von ganz wenigen Beamten, die es in der kantonalen Verwaltung noch gibt. (esf)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1