Ein Konzert mit Steff la Cheffe und dem Orchester des Theater und Orchesters Biel Solothurn Tobs auf der Arena des Attisholz-Areals. Diese Affiche liess aufhorchen und so pilgerten am Samstagabend zahlreiche Konzertbesucher aufs Gelände. Dieser Konzertabend stand am Anfang der diesjährigen Sommerkonzerte zum 50. Jubiläum des Orchesters - und er konnte nicht publikumswirksamer sein.

Unter der Leitung des temperamentvollen Dirigenten Droujelub Yanakiew erlebte das Publikum eine musikalisch äusserst vielseitige Künstlerin, die mehr kann, als originelle Reime in Berndeutsch zu performen. Die 32-jährige Bernerin präsentierte ihre Songs auch mal als Soulstücke, mal jazzig oder funkig angehaucht, immer schwungvoll und bestens gelaunt. Ihre Stücke wurden extra für diese Kooperation neu von Yanakiew arrangiert und man mochte glauben, dass Steff la Cheffe hie und da selbst etwas verwundert war, wie vielschichtig ihre Songs daher kommen können.

Ein gutes Dutzend ihrer Songs, darunter die Ohrwürmer «Ha ke Ahnig» oder «Habibi», das melancholische Guggisbärglied oder bei einer der Zugaben ein kurzer Abstecher mit Michael Jacksons «Don’t stop til you get enough» - ein musikalischer Crossover, der es in sich hatte.
Ein altersdurchmischtes Publikum sass auf den Stufen der Attisholz-Arena. Zu Beginn ging dieses noch etwas zurückhaltend mit, jedoch hatten die Musiker nach zwei Stunden alle restlos begeistert, sodass sie fast nicht mehr von der Bühne gelassen wurden. Hervorragend stellte das Orchester seine musikalische Bandbreite unter Beweis. Die Mitglieder der Steff la Cheffe-Band fügten sich nahtlos in den Klangkörper ein.

Kettenreaktion 2019 ist intensiv

Vor dem Konzert konnten geladene Gäste in einem Pre-Opening schon mal die Attisholz-Räume mit den neuen Arbeiten, der «Kettenreaktion 2019» von über 80 Künstlern besichtigen. Wieder gibt es Installationen, Collagen, Malerei, Fotografie, Spraykunst in den verschachtelten Räumen und Gebäuden des Areals zu entdecken. Wieder beschäftigen sich die Künstler intensiv mit den vorgefundenen Örtlichkeiten, welche im Besitz der Halter AG sind. Ab dem 16. August wird die Ausstellung 4 Wochen öffentlich zugänglich sein.