«Curvy Supermodel»

Räkeln an der Laterne und kuscheln mit «Adonis»: Solothurnerin legt sich ins Zeug

In Folge 5 der RTLII-Sendung «Curvy Supermodel» müssen die Kandidatinnen – darunter auch die 23-jährige Solothurnerin Vera – zum Fotoshooting und Gruppenwalk im Stil von Moulin Rouge antreten und sich eine Choreografie mit einem heissen Typen überlegen.

Für den grosser Auftritt verwandeln sich die Frauen heute in Showgirls. Dafür werden sie aufgebrezelt wie in Moulin Rouge. Für jede Teilnehmerin wurde extra ein ausgefallenes Kostüm angefertigt. Vera Havrda freut sich sehr aufs Fotoshooting. «Da ich Schwierigkeiten habe, selbstbewusst zu sein und diese Sexyness zu vermitteln. Ich hoffe, das klappt.» Die 23-Jährige Solothurnerin mit tschechischen Wurzeln, bekommt silbernen Federschmuck zur Korsage und darf sich wie die anderen in ihrer Gruppe an einem Laternenpfahl räkeln. Der Fotograf ist angetan.

Beobachtet werden die Kandidatinnen beim Shooting und anschliessendem Catwalk in der Gruppe auch von einem ersten Kunden, der sich Mädchen für einen Videodreh aussuchen möchte. Damit ruft in dieser Staffel der erste echte Job. 

«Ganz was anderes», meint die Jury, während Vera über den Catwalk geht. Sie habe «diese Attitude». Nach Fotoshooting und Walk steht bereits die erste Entscheidung an. Die Beurteilung der Solothurnerin fällt durchwegs positiv aus. «Vera war im Training sehr schüchtern und hat immer auf den Boden geschaut», sagt Jury-Mitglied Oliver Tienken. «Jetzt kamst du raus und ich war total überrascht.» Alle Kandidatinnen schaffen diese Hürde. Selbst entschieden, die Show zu verlassen, hat die 23-jährige Jessica. Auf High-heels zu laufen und im TV zu sein, ist nicht ihr Ding. So sind noch 10 in der Show. Mit Schulamit, die wegen Maturprüfungen fehlt, also 11. Fünf bekommen nun einen ersten Job. Vera ist nicht darunter. Dafür die andere Schweizerin Rahel.

«Sehr schöne Botschaft»

Viel besser läuft es der 23-jährigen Studentin aus Solothurn beim Social Media Coaching mit dem deutschen Curvy Model Sarina Novak, die in Los Angeles lebt. Als Challenge müssen die Kandidatinnen ein Video aufnehmen, das sie posten würden, wenn sie die Show gewinnen. Auf die Message kommt es an. Und Veras Video gewinnt! «Das hast du super toll gemacht. Die Botschaft war sehr, sehr schön», so Sarina Novak.

Und so lautet die Botschaft, die Vera verbreiten würde: «Schönheit ist keine Zahl, das ist ein Gefühl. Vielfältigkeit ist etwas vom wichtigsten auf dieser Welt. Wir sind alle wunderschön und wir sollen das zeigen. Toleranz ist das Wichtigste.»

Vera hätte nie gedacht, die beste zu sein. Sie sei endlich einmal sich selbst gewesen und hätte ihre Botschaft in kurzen Sätzen vermitteln können. «Das freut mich total, denn genau aus diesem Grund bin ich ja hier.» Ihr Preis: Sara Novak postet ein Bild von sich und Vera auf ihrem Instagram-Account. Tausende sehen das Foto. Dass sie Sarina kennenlernen und dazu noch ein Foto aufnehmen darf, ist für Vera «ein riesiges Geschenk».

Auf Tuchfühlung

Ein neuer Tag, eine neue Challenge. Zum Thema «Frisch verliebt» müssen die Frauen eine Choreografie einstudieren. Dazu bekommen sie noch ein lebendiges Requisit. Die drei Jungs mit Sixpack betreten die Bühne, ziehen ihre T’shirts aus – und alle kreischen. Vera als Gewinnerin der Social-Media-Challenge darf sich als einzige einen der Männer aussuchen. Sie entscheidet sich für Claudio. Die anderen bekommen pro Gruppe einen zugewiesen.

«Ein Adonis, wir haben gute Vibes», stellt Vera ihren Auserwählten vor. In Schlangenlinie gehen die beiden über den Catwalk, «Adonis» holt Vera ein und so geht’s Hand in Hand Richtung Jury. Ein Kuss wird angedeutet. Vera zwinkert der Jury zu. Dieser ist der Auftritt zu zurückhaltend. Sie sei die Verlegene unter den Kandidatinnen, das Lachen habe künstlich ausgesehen, beraten sich die Jury-Mitglieder.

Alleine vor der Jury kommt wenig später das Urteil für Vera. «Man vergisst dich, daran musst du unbedingt arbeiten», rät Model Angelina Kirsch, die glaubt, dass da etwas in Vera schlummert. «Ich will mich an dich erinnern können.» Vera mache sich manchmal zu viele Gedanken, fügt Jan Kralitschka an. Bei Kritik sei sie sofort verunsichert. «Es kann dir nicht immer jemand vorher sagen, was für eine tolle Frau du bist.» Vera betont, dass sie bestimmt Selbstwertgefühl habe. Sie selbst habe ihren Walk gut gefunden.   

Drei Ja-Stimmen aus der Jury braucht jede Kandidatin, um eine Runde weiterzukommen.  Jana Ina Zarrella: «Wir überlegen weiter, und für mich ist der Punkt gekommen, an dem ich dir ein Nein geben muss.» Was urteilen die anderen drei? Sagt auch nur ein weiteres Jury-Mitglied Nein, ist das Abenteuer «Curvy Supermodel» für die Solothurnerin vorbei. Aufatmen. Vera darf sich eine weitere Woche beweisen. Das Urteil nimmt die 23-Jährige mit. Sie muss weinen. Gekränkt sei sie nicht. «Ich hatte einen langen Weg, mich zu finden. Und ich weiss nicht, ob es sich lohnt, das jetzt kaputt zu machen.» Sie wisse nicht, ob es ihr gut tue. «Mich nervt, dass mir die Jury nonstop unter die Nase reibt, dass ich unsicher bin.»

Tessa und Jana müssen die Show verlassen. Die restlichen neun reisen nun nach Spanien. Olé! (ldu)

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