Wegen Mehraufwand
Quittung für «renitente» Bürger: Die Busse doppelt bezahlen kostet eine Zwanzigernote

Werden Bussen doppelt bezahlt, bedeutet dies Mehraufwand für Kanton und Polizei. Den «renitenten» Bürgern wird dieser Beitrag aber seit Neustem nicht mehr ganz zurückerstattet: Das kostet ihn 20 Franken.

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Ein Polizist verteilt Parkbussen. Wer diese dann doppelt bezahlt (ob absichtlich oder nicht) muss neu 20 Franken für den Aufwand bezahlen. (Archiv)

Ein Polizist verteilt Parkbussen. Wer diese dann doppelt bezahlt (ob absichtlich oder nicht) muss neu 20 Franken für den Aufwand bezahlen. (Archiv)

Keystone

Es war ein letzter kleiner Akt von Trotz und Widerstand, den sich in den vergangenen Jahren erboste Bürger leisteten, die eine Rechnung für Verkehrsbussen erhalten hatten. Sie zahlten die Busse gleich doppelt, um damit dem Kanton und der Polizei noch etwas mehr Arbeit aufzuerlegen.

«Es sind pro Monat rund 100 Bussen, welche doppelt bezahlt werden», erklärt Kapo-Kommandant Thomas Zuber auf Anfrage. «Sie mussten mit erheblichem Aufwand zurückgebucht werden.»

Zwar mag das in vielen Fällen aus Versehen geschehen sein und bei anderen mag Bank oder Post der Fehler unterlaufen sein. Doch für alle, die dem Bussen verteilenden Staat bewusst ein Schnippchen schlagen wollten, ist jetzt Schluss.

Der Kantonsrat hat in seiner letzten Session den Gebührentarif angepasst. Wer die Busse doppelt bezahlt, erhält künftig die Quittung: Das Zurückerstatten der Bussen wird nun mit 20 Franken in Rechnung gestellt. (lfh)