Unfallprävention
Pro Jahr verunfallen im Kanton 22000 Personen in Beruf und Freizeit

Die Suva Solothurn und der kantonale Schreinermeister-Verband informierten gemeinsam zum Thema «Gesund am Arbeitsplatz – unfallfrei in der Freizeit». Mehr als 40 Personen aus der Region nahmen am Anlass teil.

Merken
Drucken
Teilen
Praxisnaher Postenlauf: Wie hebe und trage ich richtig? zvg

Praxisnaher Postenlauf: Wie hebe und trage ich richtig? zvg

Zur Verfügung gestellt

Eine Gehirnerschütterung nach dem Eishockey-Training, beim Tragen einer Kiste den Rücken verrenkt oder auf der Skipiste den Arm gebrochen: In der Schweiz ereignen sich pro Jahr knapp 800000 Unfälle in Beruf und Freizeit; rund 22000 davon verzeichnet alleine der Kanton Solothurn. Das Leid trifft oft nicht nur den Verunfallten selbst, sondern meist auch den Arbeitgeber. «Gesunde und leistungsfähige Mitarbeitende sind die Basis für ein erfolgreiches Unternehmen», sagt Kilian Bärtschi, Agenturleiter Suva Solothurn. Prävention sei der Schlüssel dazu. «Dies ist nicht kostenlos, jeder investierte Präventionsfranken zahlt sich jedoch aus», so Bärtschi.

Um Unternehmen aktiv in ihren Bemühungen in der Prävention zu unterstützen, haben sich der Solothurner Schreinermeister-Verband und die Suva Solothurn zusammengeschlossen und gemeinsam zum Thema «Gesund am Arbeitsplatz – unfallfrei in der Freizeit» informiert. Das Interesse bei den Führungskräften und Mitarbeitenden aus der Region war gross: Mehr als 40 Personen nahmen an dem Anlass teil.

Ob mit einem Postenlauf zum richtigen Heben und Tragen von Lasten, einem Kurzfilm über Stolperunfälle oder einem Gesundheitsparcours – die Tipps der Suva wurden auf praxisorientierte Art und Weise vermittelt. «Vor allem Stolper- und Sturzunfälle werden – zu Unrecht – unterschätzt», sagt Bärtschi. Etwa ein Drittel aller Unfälle in der Freizeit und im Arbeitsleben sind Stolper- und Sturzunfälle. Diese verursachen jährliche Kosten von 700 Mio. Franken. «Mit zunehmendem Alter können Stürze schwerwiegende Folgen haben und es gilt, alles zu tun, um sie zu vermeiden», so Bärtschi weiter.

Mit Sturzunfällen kennt sich auch Thomas Schmidli aus dem Dorneck aus. Der gelernte Zimmermann muss sich nach einem schweren Sturz auf Glatteis umschulen lassen. «Umso genauer will ich nun wissen, wie ich künftig gefährliche Situationen umgehen und somit das Risiko eines erneuten Unfalls minimieren kann», so der 49-Jährige. Deshalb schätze er dieses Angebot des Solothurner Schreinermeister-Verbands und der Suva sehr. (bas)

Weitere Infos: www.suva.ch/stolpern