Die Mediensprecherin der Solothurner Staatsanwaltschaft, Cony Zubler, bestätigte auf Anfrage der Solothurner Zeitung einen Bericht der Zeitschrift «Beobachter». Demnach wird gegen Daniel Huber Anklage wegen mehrfacher Hehlerei beim Richteramt Thal-Gäu Anklage erhoben.

Der Jenischen-Präsident soll Anfang 2009 einer Frau für mindestens 23'000 Franken Antiquitäten, die deren Mann gehörten, abgekauft haben. Dies, obwohl Huber gewusst haben soll, dass sich das Paar einen Scheidungskrieg lieferte und es der Frau richterlich untersagt war, Hausrat zu verkaufen. Huber weist die Vorwürfe zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Im Juli war Daniel Huber wegen hoher Geldbezüge aus der Kasse der Radgenossenschaft in die Schlagzeilen geraten, nun muss er sich wegen eines mutmasslich illegalen Antiquitätengeschäfts vor Gericht verantworten.

Das Bundesamt für Kultur (BAK) prüft derzeit Vorwürfe gegen Huber, wonach er sich selbst viel Geld ausbezahlt haben soll. Vom BAK erhielt die Radgenossenschaft in diesem Jahr 264'800 Franken. Die Organisation steckt in finanziellen Schwierigkeiten. (az/sda)