Poststellenabbau

Poststellen-Leiter zittert vor Schliessung: «Ich habe vermutet, dass es eng wird»

Insgesamt 21 Poststellen im Kanton werden «überprüft». (Archiv)

Insgesamt 21 Poststellen im Kanton werden «überprüft». (Archiv)

Der Poststellenabbau ist nicht mehr überraschend – Ein Poststellenleiter und seine Mitarbeitenden haben es schon vermutet, dass ihre Poststelle den Überprüfungsstatus bekommt. Man hofft nun, dass die Filiale nicht geschlossen wird.

«Spätestens nach der Ankündigung der radikalen Schliessungspläne des nationalen Poststellennetzes im vergangenen Oktober durch Postchefin Susanne Ruoff hatte ich vermutet, dass es eng wird», so der Poststellenleiter. Deshalb habe ihn der Überprüfungsstatus nicht sehr überrascht. Dasselbe gelte wohl auch für sein Team. «Die Mitarbeitenden waren auf alles gefasst und reagierten mit Schulterzucken auf die Informationen an einem internen Infoanlass.»

Trotzdem gibt er die Hoffnung nicht auf, dass «seine» Filiale überleben kann. Denn umsatzmässig stehe die Niederlassung nicht schlecht da. Und: «Ein definitiver Schliessungsentscheid ist noch nicht gefallen, es heisst ja ‹zu überprüfen›.»

Für den Poststellenleiter ist aber auch klar: Falls die Filiale tatsächlich in absehbarer Zeit geschlossen werden sollte, «braucht es für die Kundschaft einen Ersatz für den Zugang zu den Dienstleistungen».

Am Donnerstag gab die Post bekannt, dass 21 Poststellen «überprüft» werden. Bis 2020 garantiert die Post im Kanton noch 23 Filialen. (fs)

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