Wahlen 2017
Post der Kleinparteien für die Wählerinnen und Wähler

Die «Grossen» haben wir schon vorgestellt. Heute schreiben die Präsidenten der Kleinparteien an die Wählerinnen und Wähler.

Merken
Drucken
Teilen
Die Präsidenten der Kleinparteien haben Post bereit. (Symbolbild)

Die Präsidenten der Kleinparteien haben Post bereit. (Symbolbild)

Keystone

EDU

0,4 Prozent Wähleranteil erreichte die EDU vor vier Jahren und verpasste damit den Einzug in den Kantonsrat klar. Am 12. März tritt sie nur noch in der Amtei Olten-Gösgen mit einer Liste an.

0,4 Prozent Wähleranteil erreichte die EDU vor vier Jahren und verpasste damit den Einzug in den Kantonsrat klar. Am 12. März tritt sie nur noch in der Amtei Olten-Gösgen mit einer Liste an.

anonymous

Eduard Winistörfer, Präsident EDU Kanton Solothurn

Liebe Leserinnen und Leser

Ist Ihnen bereits aufgefallen, dass der momentane Trend hin zu moderner Rückgratlosigkeit unsere Kultur und unseren Lebensstandard nahe an den Abgrund gebracht hat?

Mithilfe Ihrer Unterstützung möchten wir dem Szenario der fortschreitenden, schleichenden «Entchristianisierung» in unserem Kanton entgegenwirken.
Sollte Familien nicht weiterhin eine sorgenfreie Zukunft in einem christlichen Umfeld ermöglicht werden? Ist das Leben von der Zeugung bis zum würdevollen natürlichen Lebensende nicht schützenswert? Sind Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeit für alle, von der Einschulung bis zur Pension, nicht erstrebenswert?

Die von gewissen Kreisen und Organisationen angestrebte «werteneutrale Schweiz», die sich in vielen Bereichen durch den langsamen Rückbau der christlichen Kultur unserer Vorfahren charakterisiert, scheint sich jedoch unaufhaltsam zu etablieren.

Der Beispiele gibt es viele: Da wären zum einen die Präambel in der Verfassung mit Bezug auf Gott, sowie die aktuelle Nationalhymne (unser Schweizer-Psalm), die nicht mehr zeitgemäss und repräsentativ sein sollen. Oder das weisse Kreuz auf Rotem Grund, welches nicht mehr zu unserer Multi-Kulti Einstellung passt. Die Entfernung christlicher Symbole und Traditionen aus Schule und Öffentlichkeit, sowie das Demontieren der Kreuze in öffentlichen Gebäuden oder auf Gipfeln, um möglichst niemandem auf die Füsse zu treten.

Und auch die Anpassung an fremde Kulturen und Werte durch «Appeasement»-Politik (Zugeständnisse, Zurückhaltung, Beschwichtigung und Entgegenkommen gegenüber Aggressoren), um Konflikte zu vermeiden.

Werden wir demnächst nicht mehr die Adventszeit in Vorbereitung zum Weihnachtsfest feiern? Sollen, wie jüngst bereits geschehen, X-mas, Winterfest, Lichterfest oder ähnliche ursprungsentfremdete Festlichkeiten mit gesummten Liedern, ohne den zugehörigen Weihnachtstext, oder Krippenverbote à la Neuchâtel, zur Norm werden? Ansonsten könnte sich ja jemand beleidigt oder gestört fühlen, n’est-ce pas?

Anstelle des «lästigen und störenden» Glockengeläuts von unseren noch vorhandenen Kirchtürmen können wir uns in näherer Zukunft womöglich fünfmal täglich an den über Lautsprecher zu hörenden, melodiösen «Lobpreisgesängen» und Gebets-Aufrufen erfreuen.

Auch aus dem momentan diskutierten Verhüllungs-Verbot könnte durchaus eines Tages ein Verhüllungs-Gebot werden.

Sollten wir uns dann, nach all diesem zu Kreuze kriechen (gemäss dem dann nicht mehr zeitgemässen Sprichwort), auf die ach so «rückständigen» Werte zurückbesinnen, könnte es schwierig werden, den bis dahin verursachten Schaden wieder gutzumachen.

Wie Sie sehen, ist die Wahrung unserer bodenständigen Werte ein Unterfangen von nicht geringer Wichtigkeit. Deshalb sollte es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein Anliegen sein, die EDU zu wählen, um die Freiheit, Unabhängigkeit und die christliche Kultur der Schweiz auch für die Zukunft zu bewahren.

Mit christlichem Grusse
Eduard U. Winistörfer

BDP

Die BDP trat vor vier Jahren erstmals zu den Kantonsratswahlen an und erreichte 2,9 Prozent Wähleranteil. Dies bescherte ihr zwei Sitze im Rat. Heuer hat die Partei zwar weniger Listen, aber insgesamt mehr Kandidierende als 2013.

Die BDP trat vor vier Jahren erstmals zu den Kantonsratswahlen an und erreichte 2,9 Prozent Wähleranteil. Dies bescherte ihr zwei Sitze im Rat. Heuer hat die Partei zwar weniger Listen, aber insgesamt mehr Kandidierende als 2013.

anonymous

Markus Dietschi, Präsident BDP Kanton Solothurn

Liebe Wählerinnen, liebe Wähler

Ich brauche Ihnen wohl nicht zu sagen, dass man auf ganz verschiedene Art und Weise politisieren kann. Es gibt Parteien, welche streng nach Parteiprogramm politisieren und jene, welche versuchen, die bestmögliche Lösung für unseren Kanton zu finden. Am einfachsten ist es, stur dem Parteiprogramm zu folgen. Wenn die vorgeschlagene Lösung nicht exakt den eigenen Vorstellungen entspricht, stimmt man einfach dagegen. Dadurch entsteht zwar keine Lösung, aber nach aussen sieht es so aus, als ob die Partei ihren Wählern gerecht wird. Ich persönlich kenne jedoch keinen Wähler, ungeachtet der Parteizugehörigkeit, der gar keine Lösung einem guten Kompromiss vorzieht. Unser ganzes Leben ist voll von Kompromissen, sei es im Privatleben oder am Arbeitsplatz. Keine Ehe und kein Arbeitsverhältnis dauern lange, ohne dass täglich Kompromisse eingegangen werden.

Ja, liebe Wählerinnen und Wähler, es ist in der Politik manchmal schwer, von der Ideallinie abzuweichen, sich auf andere Parteien zuzubewegen und eine mehrheitsfähige Lösung auszuarbeiten. Oftmals muss man sich dann den Vorwurf gefallen lassen, man sei nicht konsequent. Auch wäre es für eine einzelne Partei viel einfacher zu politisieren, wenn diese die Mehrheit im Parlament hätte. Doch die Parteienvielfalt ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Politsystems. Die verschiedenen Ansichten der Parteien sind nichts anderes als ein Abbild der Bevölkerung.

Trotz mehrerer Parteien in einem Parlament wird es zu einem Problem, wenn sich zwei Parteien oder politische Lager mit unterschiedlichen Ansichten die Mehrheit teilen. So kann es passieren, dass mühsam erarbeitete Kompromisslösungen durch die Sturheit linientreuer Parteien verhindert werden, obwohl diese komplett unterschiedliche Wertvorstellungen haben.

Die BDP gilt als Partei der Mitte. Der Unterschied von einer Mittepartei zu einer Polpartei besteht darin, dass diese weniger polarisiert und viel mehr lösungsorientiert und konstruktiv politisiert. Je stärker also die Mitteparteien in einem Parlament vertreten sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kompromisse mehrheitsfähig werden.

Die BDP Kanton Solothurn setzt ihre Schwerpunkte insbesondere bei den Themen Raumplanung, Energie und Finanzen und grenzt sich somit von Parteien von Links und Rechts ab. So ist zum Beispiel keiner anderen bürgerlichen Partei der Erhalt von Kulturland so wichtig wie der BDP. Beim Durchschnittsalter der Kandidaten unterscheidet sich die BDP ebenfalls von den anderen Parteien: Sie stellt nämlich die jüngsten Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl.

Der BDP die Stimme geben heisst, unseren Kanton vorwärts zu bringen. Ich bedanke mich jetzt schon bei all unseren Wählerinnen und Wähler für das Vertrauen in unsere Partei und in unsere sachliche und lösungsorientierte Politik.

Freundliche Grüsse
Markus Dietschi, Präsident BDP
Kanton Solothurn

Grünliberale

Vier Sitze hat die GLP aktuell im Solothurner Kantonsrat, damit kommt sie knapp nicht auf Fraktionsstärke. 2013 erreichte die Partei bei den Wahlen 5,3 Prozent Wähleranteil. Heuer setzt die GLP gar auf eine eigene Regierungsratskandidatur.

Vier Sitze hat die GLP aktuell im Solothurner Kantonsrat, damit kommt sie knapp nicht auf Fraktionsstärke. 2013 erreichte die Partei bei den Wahlen 5,3 Prozent Wähleranteil. Heuer setzt die GLP gar auf eine eigene Regierungsratskandidatur.

anonymous

Georg Aemissegger, Präsident GLP Kanton Solothurn

Liebe Leserinnen und Leser

Wir Grünliberalen fördern als einzige Partei unsere Wirtschaft und schützen unsere (Um-)welt. Wo gibt es denn aktuell Handlungsbedarf?
Wir verfechten einen schlanken, übersichtlichen Staat mit tiefen Steuern. Ein gesundes Mass an Selbstverantwortung des einzelnen Menschen führt zu mehr Zufriedenheit als Abhängigkeit vom Staat. Arbeit muss sich gegenüber sozialer Unterstützung lohnen. Unsere liberale Einstellung soll Menschen kreativ, frei und lebensfreudig bleiben bzw. werden lassen. Firmen und Private müssen von unnötigen Vorschriften und «Ämterarbeit» entlastet werden. Gerade KMU können dadurch mehr Leute einstellen.

Wählen Sie unsere Partei, damit wir uns aktiv dafür einsetzen können, dass erneuerbare Energien im Kanton Solothurn flächendeckend entwickelt, hergestellt und installiert werden. Viele neue KMU und viele Arbeitsplätze werden so entstehen. Nur so können wir lukrative exportierbare Spitzentechnologie erarbeiten und sind als Schweiz in diesem Bereich nicht mehr das Schlusslicht Europas. Ihre persönliche Sicherheit wird durch die Produktion und Speicherung von sauberer Energie im eigenen Haus oder Quartier stark verbessert. Und unsere Lufthülle endlich auch von uns geschont. Das ist ein wichtiges Ziel für uns. Denn das Klima ändert sich bereits rasend schnell. Das klimaaktive CO2 hat in der Atmosphäre bereits einen so hohen Anteil wie noch nie in den letzten mindestens 3 Millionen Jahren. Die Konsequenzen werden hart sein und man kann sie nicht rückgängig machen. Man darf nicht mehr wegschauen! Wir handeln.

Wir Grünliberale wissen, wie man Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz weiterhin am Leben erhält. Dafür setzen wir uns ein. Für eine schöne, gesunde Natur. Wussten Sie, dass fast die Hälfte aller Tierarten und ein Drittel der Pflanzenarten in der Schweiz vom Aussterben bedroht sind? Wir Grünliberale lassen sie weiterleben, auch zu Ihrem Wohl. Wir werden dafür sorgen, dass das dafür wichtige Raumplanungsgesetz auch umgesetzt wird.

Wir unterstützen eine gute Bildung. Das bereichert den Menschen und unsere Wirtschaft, erlaubt uns unseren Lebensstandard. Gute Bildung braucht nicht mehr Finanzen als heute. Neben Fördern muss man aber auch fordern. Schüler sollen nicht nur über etwas sprechen, sondern auch aktiv lernen und echte Kompetenzen entwickeln. Artikel wie diesen verstehen und eigene Ideen beschreiben können. Die Schule darf nicht nur schwache, sondern muss auch unsere intelligenten Schüler fördern. Dafür setzen wir uns ein.

Unser Gesundheitssystem ist zum Selbstbedienungsladen verkommen. Viele Player sahnen jährlich Millionen ab. Wir helfen, das zu beenden und die Prämien zu senken. Legen Sie bei den Wahlen unsere Liste Grünliberale glp ein, damit wir für Sie arbeiten können!

Georg Aemissegger,
Präsident Grünliberale GLP Kt. Solothurn

EVP

Die EVP ist die kleinste im Kantonsrat vertretene Partei: Sie hat nämlich nur einen Sitz. Die EVP erreichte 2013 1,4 Prozent Wähleranteil im Kanton; stark ist sie vor allem in der Region Olten. Sie tritt am 12. März denn auch nur in den Amteien Olten-Gösgen und Solothurn-Lebern mit Listen an.

Die EVP ist die kleinste im Kantonsrat vertretene Partei: Sie hat nämlich nur einen Sitz. Die EVP erreichte 2013 1,4 Prozent Wähleranteil im Kanton; stark ist sie vor allem in der Region Olten. Sie tritt am 12. März denn auch nur in den Amteien Olten-Gösgen und Solothurn-Lebern mit Listen an.

anonymous

René Steiner, Kantonsrat EVP Kanton Solothurn

Liebe Wählerin,
lieber Wähler!

Das aktuelle Tagesgeschehen zeigt: Demokratie, Freiheit und Menschenrechte sind keine Selbstverständlichkeit. Weltweit sind diese Privilegien vor allem dort vorhanden, wo christliche Wertehaltungen das Fundament einer Gesellschaft bilden.

«Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!» ist ein Leitsatz, der eine humane Gesellschaft überhaupt erst ermöglicht. Darum hat die EVP Solothurn Werte wie Ehrlichkeit, Solidarität, Schutz der Schwachen und Selbstbegrenzung zum Kompass für ihre Politik gemacht. Bei uns kommen Menschen vor Macht und Millionen. Wir fordern immer wieder einen enkeltauglichen Umgang mit Ressourcen (Finanzen, Boden, Umwelt) ein. Wir erinnern die Mächtigen und Reichen an ihre soziale Verantwortung. Denn am Umgang mit den Schwächsten zeigt sich das wahre Gesicht einer Gesellschaft. US Präsident Trump wäre ganz sicher nicht in der EVP!

Was würde sich im Kanton Solothurn verbessern, wenn Sie der EVP Ihre Stimme geben? Die neue Vorlage zur Unternehmenssteuerreform wird nicht zum Selbstbedienungsladen für Wirtschaftsbosse verkommen. Und sie wird ohne Steuererhöhung für natürliche Personen umgesetzt. Kinder müssen nicht länger als Versuchskaninchen für Schulreformen hinhalten. Sie müssten weniger Checks und Tests und Evaluationen über sich ergehen lassen, die nur dem Vergleichs- und Datengenerierungswahn einiger Bildungsforscher dienen. Mit einer cleveren Standortpolitik wird die Energiewende zur regionalen Wirtschaftswende, die Arbeitsplätze und Wertschöpfung gerade auch in strukturell eher schwache Regionen des Kantons bringt. Der Umgang mit Asylsuchenden wird sich aus der fruchtlosen Diskussion zwischen rechter Ausgrenzungsrhetorik und linken Multi-Kulti-Fantasien befreien. Asylsuchende werden gefördert, ihre Potentiale zu entfalten und gefordert, sich wirklich zu integrieren. Wer sich nicht über Sprache, Arbeit (wo möglich) und Dienst an der Gesellschaft integriert, muss mit Sanktionen rechnen. Mütter und Väter, die am meisten unterschätzten Heldinnen und Helden unseres Kantons, werden finanziell entlastet und in ihren Herausforderungen unterstützt. Kinder sind kein Armutsrisiko mehr.

Und wenn wir etwas weiter in die Zukunft schauen, träumen wir noch ein bisschen kühner: von einer Gesellschaft, die sich als Team versteht, anstatt einer Ansammlung von Individualisten, in der jede(r) um ein grösseres Stück des Kuchens kämpft. Von einem Kanton, in dem in Städten, Dörfern und Quartieren echte Mitmenschlichkeit und gegenseitiger Respekt zu spüren sind. Denn mit «America oder was auch immer first» produzieren wir vor allem eines: Verlierer. Wirklich stark wird unser Kanton mit einem anderen Leitsatz: «Together we are better!». Dafür setzen wir uns ein.

René Steiner
Kantonsrat EVP Solothurn