Traditionsgemäss traf sich die Katholische Bauernvereinigung des Kantons Solothurn zur Wintertagung in Mümliswil. Präsidentin Andrea Nussbaumer freut sich, dass viele Bauernfamilien der Messe beiwohnten. Pfarrer Toni Bucher aus Balsthal stellte den Gottesdienst am letzten Sonntag unter das Motto «Kommt und seht!». Die Jünger fragten Jesus: «Wo wohnst du?» Er lud sie ein, ihm zu folgen und zu sehen. Diese Einladung gelte heute noch. Deshalb sollten wir uns für sein Wort öffnen, bei ihm verweilen, denn die Einladung gelte nicht bloss für eine kurze Wohnungsbesichtigung.

Nicht nur Freude am Wisentprojekt Thal

Nach dem Mittagessen referierte Biobauer Edgar Kupper, Kantonsrat und Gemeindepräsident von Laupersdorf, über Themen, die im Kantonsrat in den Jahren 2016/17/18 zur Sprache kamen oder kommen werden. Die Liste war lang, aber in der anschliessenden lebhaften und fairen Diskussion kamen – wie könnte es anders sein – lediglich die Wisente zur Sprache.

Biobauer Benjamin Brunner, Welschenrohr, der seinen Hof zur Verfügung stellen will für das Projekt, erläuterte die Sicht der Initianten. Es zeigte sich, dass Bauernfamilien einem naturschützerischen Projekt nicht von vornherein abgeneigt sind. Die Konfrontation mit einem neuen Wildtier löst jedoch Skepsis aus, da man bereits mit Wildschweinen, Gämsen und Biber Wildtiere hat, die wegen ihrer Lebensart unterschiedlich grosse Schäden im Kulturland anrichten.

Wilde Tiere und andere Sorgen waren vergessen, als sich Steffi Studer ans E-Piano setzte und bekannte fröhliche Weisen anspielte. Alt und Jung sangen fröhlich mit. Die fröhliche Unterhalterin aus Schönenwerd hat keine Mühe mit dem Älterwerden: «Jetzt bin ich noch im jugendlichen Alter von 89 Jahren; nächstes Jahr werde ich 90», lacht sie.