Der Staatspersonalverband (SPV) hatte vergangene Woche zu einer Infoveranstaltung eingeladen. Über hundert Mitglieder wollten eine Antwort auf die Frage, auf was man achten muss, um sich die eigene Immobilie auch im Alter leisten zu können.

Beat Käch, Präsident des SPV, eröffnete den Anlass im Hotel «La Couronne» mit einem Blick auf die Entwicklung des Umwandlungssatzes für Pensionskassen-Guthaben. Die Basis für die Tragbarkeit eigener Immobilien im Alter werde auch für Staatsangestellte durch die zunehmende Lebenserwartung geschmälert. Auch für das Staatspersonal sei mit einer Reduktion des Umwandlungssatzes von 6.02 Prozent auf 5.65 Prozent zu rechnen.

Verträge unter die Lupe nehmen

Pirmin Bischof, Sekretär des Verbands, nahm alle Gäste mit auf eine Tour d’Horizon zu Kauf, Unterhalt und Weitergabe beziehungsweise Verkauf der eigenen Liegenschaft. Der Rechtsanwalt, Ständerat und seit neuestem ebenfalls Eigenheimbesitzer, referierte darüber, wie wichtig es ist, schon beim Kauf oder Bau einer Immobilie genau auf die Gestaltung des Vertrags zu achten.

So könnten zum Beispiel die bei Verträgen mit Architekten standardmässig zugrundeliegenden SIA-Bestimmungen durch geeignete andere Regelungen ersetzt werden, die eher aus Sicht des Bauherrn formuliert seien. Und auch die ehegüterechtliche Situation sollte schon zu einem so frühen Zeitpunkt genau betrachtet werden, da sonst etwa bei einem Todesfall sofort eine Situation entstehen könne, die den verbleibenden Partner dazu zwinge, die gemeinsame Liegenschaft zu veräussern.

Aber auch wenn man sich als Eigentümer guter Gesundheit erfreue und die Liegenschaft möglichst kostengünstig an die nächste Generation übertragen möchte, sei es von Vorteil, sich fachkundigen Rat einzuholen. Der Gesetzgeber habe viele Varianten eingerichtet, die je nach Situation ganz unterschiedliche Ergebnisse zur Folge haben.

Planung ist wichtig

Christian Jaussi, Finanzplanungsexperte der Baloise Bank SoBa, schloss mit seinen Ausführungen den Themenkreis «Entscheidungsfreiheit im Alter» und zeigte auf, warum es sinnvoll sei, in die Planung sämtliche Aspekte einzubeziehen: staatlich geförderte und private Vorsorge, ehegüter- und erbrechtliche Regelungen. Zudem spielten Themen wie Frühpensionierung und Verlust der Arbeitsfähigkeit sowie alle einschlägigen Gesetze rund um Kauf, Verkauf, Schenkung und Weitergabe von Immobilien eine Rolle. Es mache einen beträchtlichen Unterschied, ob man seine privaten Vorsorgegelder gestaffelt beziehe oder nicht. Und an welchem Ort man seinen Wohnsitz habe, wenn man pensioniert wird.

Urs Pfluger, Mitglied der Geschäftsleitung der Baloise Bank SoBa, sprach im Schlusswort seinen Dank aus für die langjährige Zusammenarbeit mit dem Staatspersonalverband. (mgt)