Die Verwaltungskommission der Pensionskasse reagiert auf den massiven öffentlichen Druck. Sie hat die geplante rückwirkende Lohnerhöhung für Direktor Reto Bachmann überarbeitet. Jetzt soll der Lohn des PK-Chefs «nur» um zwei Lohnklassen, von Lohnklasse 26 (Maximallohn 178'554) auf Lohnklasse 28 (Maximallohn 196'225), erhöht werden.

Dies teilte Gaston Barth, Präsident des Personalausschusses der Kasse, am Montagmorgen an einer Medienkonferenz mit. Ursprünglich vorgesehen war, den Direktor neu in Lohnklasse 29 (Maximallohn 205'393) einzureichen.

Nachdem diese Zeitung über die Lohnerhöhung berichtete, regte sich in der Solothurner Politik quer durch alle Parteien massiver Widerstand.

Die SVP forderte gar den Rücktritt des PKSO-Direktors und von Beat Käch, Präsident der Verwaltungskommission. Hintergrund für den Unmut war, dass der Steuerzahler die Milliarden-Unterdeckung der Pensionskasse ausfinanzieren muss.

An der Medienkonferenz: Gaston Barth (Präsident Personal- und Organisationsausschuss), Reto Bachmann (Direktor PKSO), Beat Käch (Präsident Verwaltungsratskommission), Roland Heim (Vize-Präsident Verwaltungsratskommission) und Alois Müller (Präsident Anlageausschuss).

An der Medienkonferenz: Gaston Barth (Präsident Personal- und Organisationsausschuss), Reto Bachmann (Direktor PKSO), Beat Käch (Präsident Verwaltungsratskommission), Roland Heim (Vize-Präsident Verwaltungsratskommission) und Alois Müller (Präsident Anlageausschuss).

Beat Käch, Präsident der Verwaltungskommission, bedauerte, dass die geplante Lohnerhöhung durch eine Indiskretion «eventuell gar durch eine Amtsgeheimnisverletzung» publik geworden ist. Der langjährige FDP-Politiker bezeichnete die politische Diskussion, die auf das Bekanntwerden der Salärerhöhung folgte, als teilweise «grotesk». So könne die Milliarden-Unterdeckung der Pensionskasse keinesfalls dem Direktor angelastet werden.

«Dass auf meine Person geschossen wird, ist unangenehm, aber verkraftbar», sagte Käch. Es gehe aber nicht an, dass «die Reputation der Kasse in Mitleidenschaft gezogen» werde. Man sehe sich nun gezwungen, auf falsche Anschuldigungen zu reagieren.

Offenbar wurde die Kasse vom politischen Wirbel überrascht, den die Lohnerhöhung auslöste. Für die Medienkonferenz liess sich die PKSO eigens von Dagobert Cahannes, pensionierter Medienbeauftragter des Regierungsrates, beraten. «Bei der Kommunikation können wir uns sicher verbessern», sagte Käch.

Rücktrittsforderungen, wie sie die SVP gestellt hatte, wies Käch zurück. Die Verwaltungskommission habe an ihrer letzten Sitzung sowohl ihm als Präsidenten wie auch Direktor Reto Bachmann das volle Vertrauen ausgesprochen.