Abzocker-Initiative
Pirmin Bischof: «Vasellas Verhalten schadet allen anständigen Unternehmern»

Der Solothurner CVP-Ständerat Pirmin Bischof setzt sich gegen die Abzocker-Initiative ein. Den Fall Vasella bezeichnet der 53-Jährige als Rückenschuss.

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Pirmin Bischof

Pirmin Bischof

Hansjörg Sahli

Letzte Woche wurde bekannt, dass Daniel Vasella, Ex-Verwaltungsratspräsident von Novartis, 72 Millionen Franken Abgangsentschädigung erhält. Das bezeichnet der Solothurner CVP-Ständerat Pirmin Bischof im «Blick» «als absolut unanständig, unethsich und eigentlich unchristlich».

Man könne so viel Geld nehmen, wie man wolle. Diese Haltung findet Bischof unchristlich. Das Geld gehöre den Aktionären. «Daniel Vasella schadet nicht nur sich selbst und einem guten Aktienrecht. Sein Verhalten ist auch schädlich für alle anständigen Unternehmer und Arbeitnehmer in diesem Land, weil das Volk generell das Vertrauen in die Wirtschaft verliert.»

Der Fall Vasella sei ein Rückenschuss, meint der 53-Jährige Solothurner. Gerade solche Missbräuche würde der Gegenvorschlag besser bekämpfen als die Abzocker-Initiative.

Doch auch mit der Minder-Initiative könnte Bischof leben. «Die Schweiz kann ja auch mit dem Minarettverbot und der Ausschaffungsinitiative leben. Ich war gegen beides.» (ldu)