Wahlen 2017
Philipp Hadorn kandidiert für Regierungsrat – und fordert Zweierticket

Der Gerlafinger Nationalrat will in die Regierung. Er hat sich für eine Kandidatur entschieden. Zudem fordert Philipp Hadorn ein SP-Zweierticket.

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Philipp Hadorn will Regierungsrat werden.

Philipp Hadorn will Regierungsrat werden.

KEYSTONE

Weil Peter Gomm bei den Regierungsratswahlen 2017 nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung steht, stellt sich der SP die Frage, mit welchem/welchen Kandidaten sie in den Wahlkampf steigt.

Einen Namen kann sich die Partei schon einmal definitiv vormerken: Philipp Hadorn.
Der Gerlafinger hat am Mittwochabend die Ortspartei und die Gewerkschaftsbewegung informiert, dass er kandidiert. «Der Entscheid fiel mir nicht ganz leicht, da mir meine Aufgaben als Nationalrat sehr grosse Freude bereiten, aber die beiden Mandate nicht kombinierbar sind», schreibt er in einer Mitteilung.

Aus folgenden Gründen stelle er sich für eine Nomination zur Verfügung:

  • Gesamterneuerungswahlen sind der Moment, die aktuelle Machtverteilung zu überdenken: Die soziale Bewegung aus Gewerkschaften, SP und Grünen muss im Interesse des Allgemeinwohls mit dem Service public gestärkt werden.
  • Der Rechtsrutsch auf nationaler Ebene braucht dringend ein Korrektiv – auch in der kantonalen Exekutive.
  • Als Profi-Gewerkschafter kenne er Anliegen, Sorgen und Nöte der Menschen vor, während und nach dem Berufsleben.
  • Im Beruf, als Präsident mehrerer Organisationen und als «animal politique» auf allen Ebenen unseres Staatswesens in verschiedenen Funktionen habe er reichhaltig Führungserfahrungen sammeln und unter Beweis stellen können.
  • Die erfolgreiche Verteidigung des zweiten SP-Sitzes im Nationalrat im 2015 mit einem persönlichen Stimmenzuwachs von über 40% im Vergleich zu seiner Erstwahl 2011 zeigt Hadorn, dass seine profilierten linken Haltungen innerhalb und ausserhalb der Partei Anerkennung finden. «Mein Respekt vor Gleich- und Andersdenkenden, Gleich- und Andersglaubenden und facettenreiche Verhandlungserfahrung, welche nicht auf Provokation, sondern auf Lösungen ausgerichtet ist, scheint mir damit honoriert zu werden», schreibt Hadorn.
  • Mit 50 (Jahrgang 1967) eine neue Aufgabe in Angriff zu nehmen, die kaufmännische und juristische Ausbildung in die Gestaltung des Kantons zu stellen, reizt ihn. «Die Kenntnisse der Befindlichkeiten der Bevölkerung aus meinen Wohnorten in Selzach, Solothurn, Grenchen, Bettlach, Olten und seit 1995 in Gerlafingen ermöglichen mir, ein Regierungsrat für die Menschen des ganzen Kantons zu sein, aber auch der Tradition zu folgen, dass endlich wieder ein Regierungsmitglied aus dem Wasseramt kommt», so Philipp Hadorn.

Zweierticket gefordert

Bereits in den vergangenen Jahren sei die Linke bei Gesamterneuerungswahlen mit Zweierkandidaturen ins Rennen gestiegen, so Hadorn. «Sozialdemokratische und gewerkschaftliche Werte betreffen Sicherheit für die Bevölkerung in allen Lebensbereichen – von Kinderbetreuung bis zur Pflege im Alter. Löhne und Renten müssen ein anständiges Leben in Würde ermöglichen und damit ein Teilhaben am sozialen, gesellschaftlichen und politischen Leben für alle BewohnerInnen, unabhängig von Geschlecht, Glaube und Herkunft. Dafür braucht es zwei Linke in der Solothurner Regierung.»

Die Unterstützung seiner Familie habe er schon. Nun bittet Hadorn noch die SP Gerlafingen, ihn «zu nominieren, für ein Zweierticket einzustehen und den Wahlkampf einer selbstbewussten Linken für eine bessere Gesellschaft ‹für alle statt für wenige› zu unterstützen».

Die Nominationsversammlung der SP Gerlafingen findet am 22. August statt, der Entscheid der SP Kanton Solothurn zu einem Einer- oder Zweierticket erfolgt am 25. August, die Nomination für die offiziellen Nominationen der SP Kanton SO am 27. Oktober und die erste Wahlrunde am 12. März 2017. (ldu/mgt)