Rücktritt angekündigt

Peter Gomm, ist das ein endgültiger Abschied von der Politik?

SP-Sozialdirektor Peter Gomm hat den Entscheid, 2017 nicht mehr für eine Wiederwahl anzutreten, nicht spontan getroffen. Was er nach seiner Zeit als Regierungsrat machen will, steht noch nicht fest, sagt er.

Peter Gomm, allgemein wurde erwartet, dass Sie weitere vier Jahre in der Regierung bleiben würden. Weshalb haben Sie sich anders entschieden?

Ich betrachte eine Amtsdauer von insgesamt 12 Jahren als gutes Mass. Man kann Fuss fassen, danach gestalten und schliesslich von den Erfahrungen profitieren. Ich würde sagen, es ist stimmig.

Also kein spontaner Entscheid?

Nein, das war es mit Sicherheit nicht.

Bringen Sie die Partei damit nicht in eine schwierige Lage, die Personaldecke für ein derartiges Exekutivamt ist auch bei der SP eher dünn?

Ich habe meinen Entscheid natürlich mit der Partei abgesprochen. Mit der frühzeitigen Ankündigung besteht nun die Möglichkeit, die Nachfolgeregelung in Ruhe anzugehen. Es ist richtig, wie in allen Parteien haben wir dabei nicht die Qual der Wahl, aber wir verfügen durchaus über genügend fähige Leute, die für dieses Amt infrage kommen.

Was gedenken Sie ab August 2017 zu tun, nehmen Sie die Anwaltstätigkeit wieder auf, oder werden Sie gar Berufsverwaltungsrat?

Verwaltungsratsmandate sammeln? Um Himmels willen nein (lacht). Und das mit dem Anwalt sehe ich ebenfalls nicht. Man wird sehen. Klar habe ich mir Gedanken gemacht, entschieden ist jedoch noch nichts.

Ist der Rücktritt aber auch ein Abschied von der Politik?

Man weiss nie, was das Leben noch mit sich bringt.

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