«Das war eine besondere Kombination von Ereignissen», sagt SBB-Mediensprecher Daniele Pallecchi. Bei den SBB möge man sich nicht an einen ähnlichen Fall erinnern.

Die Rede ist von einem Personenunfall, kombiniert mit einem Zug, der die Alternativstrecke zwischen 6.45 Uhr und 9.40 Uhr blockierte. Das führte in der Region Solothurn zu massiven Behinderungen im Bahnverkehr.

Der Personenunfall ereignete sich am frühen Freitagmorgen zwischen Deitingen und Wangen an der Aare. Die ganze Strecke Olten-Solothurn über Oensingen war unterbrochen. Alle Regionalzüge Olten-Langendorf und Olten-Biel fielen zwischen Oensingen und Luterbach-Attisholz aus. 

Es verkehrten Ersatzbusse. Reisende von Oensingen nach Solothurn oder umgekehrt wurden gebeten, via Wiedlisbach mit dem «Bipperlisi» zu reisen. Zur Mittagszeit war die Strecke wieder normal befahrbar.

Alternativroute blockiert

Normalerweise wäre die Blockierung einer der Bahnstrecken zwischen Olten und Solothurn nicht so dramatisch – Züge könnten einfach über die Alternativroute (Ausbaustrecke oder über Oensingen) umgeleitet werden. Weil aber am Freitag vor 6 Uhr ausgerechnet auch noch ein Güterzug auf der Neubaustrecke bei Inkwil aufgrund einer Fahrzeugstörung stecken geblieben war und deshalb die Ausbaustrecke blockierte, mussten Reisende nach Solothurn einen massiven Umweg in Kauf nehmen. «Die Passagiere mussten zusätzlich 60 Minuten Reisezeit einberechnen», so SBB-Mediensprecher Daniele Pallecchi. Sie wurden über Bern via RBS nach Solothurn umgeleitet. 

Der Güterzug konnte erst nach Stunden abgeschleppt werden. Um 9.50 Uhr war diese Störung behoben und die Ausbaustrecke zwischen Olten und Solothurn war wieder normal befahrbar. (ldu)