Persönlich
Zeit ist Geld: 734'000 Stunden auf dieser Welt

Wenn wir geboren werden, bleiben uns 734'000 Stunden auf dieser Welt. Ob das nun viel oder wenig ist? Eine Frage der Perspektive.

Urs Moser
Urs Moser
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Die Zeit läuft, einen grossen Teil davon verbringen wir im Schlaf.

Die Zeit läuft, einen grossen Teil davon verbringen wir im Schlaf.

Regina Kühne

Die durchschnittliche Lebenserwartung in der Schweiz liegt bei 83,75 Jahren. Das heisst: Ab Geburt bleiben uns 734'000 Stunden auf dieser Welt. Umgerechnet haben das Leute von der UBS, um uns zu veranschaulichen, dass ein kleines Stündchen für ihre Vorsorgeberatung sicher gut investierte Zeit ist. Zumal wenn man bedenkt, dass wir 14 von unseren 83,75 Jahren oder mehr als 122'000 Stunden lang sowieso nichts Besseres zu tun haben, als fernzusehen – Tendenz mit all den Streamingdiensten steigend.

Die Rechenbeispiele der Banker führen uns aber noch anderes vor Augen. Alles in allem arbeiten wir nicht mehr als elf Jahre (immerhin: netto, Pendelzeit und Pausen sind nicht eingerechnet), während 28 unserer Jahre buchstäblich im Schlaf vergehen. Der homo helveticus pennt in seinem Leben also mehr als doppelt so lange, wie er arbeitet, das gibt unserem angeblich so fleissigen Völkchen schon zu denken.

Aber nein, ich für meinen Teil lasse mir kein schlechtes Gewissen einreden. Irgendwann geht es nun halt einmal in Pension, und dann kann ich ja nicht einfach aufhören zu schlafen, nur um den Saldo besser aussehen zu lassen. Ziehen wir diesen Schlaf mal ab, bleiben mir dannzumal gut 100'000 Stunden, um meine dritte Säule zu verprassen. So viel ist das jetzt auch wieder nicht.