Persönlich
Sind Tiestos Tage schon gezählt?

Der Handyspürhund der Justizvollzugsanstalt Solothurn bekommt elektronische Konkurrenz.

Urs Moser
Urs Moser
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Tiesto mit seiner Hundeführerin Vanessa Schneider.

Tiesto mit seiner Hundeführerin Vanessa Schneider.

Hanspeter Bärtschi

In Schweizer Strafanstalten sind keine Handys erlaubt. Also für die Wärter natürlich schon, aber für die Insassen nicht. Ein junger Berner Elektroingenieur hat nun eine Anlage erfunden, die nicht nur Handys aufspüren, sondern gleich auch die verbotenen von den erlaubten unterscheiden kann. Das gibt weniger Fehlalarme. Die Erfindung ist offenbar so bahnbrechend, dass sie mit dem Siemens Excellence Award ausgezeichnet wurde, immerhin mit 10000 Franken dotiert.

Ich finde das schade. Also nicht, dass ich Jannic Schären, so heisst der Emmentaler Düsentrieb, den Preis nicht und dafür den Knastbrüdern unerlaubtes Surfen und Telefonieren gönnen würde. Aber wir haben in Solothurn ja Tiesto. Das ist nicht der Name eines Roboters oder einer Software, Tiesto ist ein Schäferhund. Und er kann – kein Mensch weiss warum und wie, aber er kann’s – Handys erschnüffeln.

Jetzt ist wohl absehbar: Tiestos Tage im Dienst der Justizvollzugsanstalt im Deitinger Schachen sind gezählt. Der Hund ist ja bekanntlich der beste Freund des Menschen. Tiesto steht somit bei aller Strenge gleichermassen für einen humanen Strafvollzug, das soll ihm eine Maschine einmal vormachen. Nun ja der Lauf der Zeit, er lässt sich nicht aufhalten.

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