Persönlich
Seid umschlungen Millionen

Eine grosszügige Spende vom Lottomillionär, weil wird doch alle so unter der Pandemie leiden: Ja das wärs.

Urs Moser
Urs Moser
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Wäre bekäme schon nicht gern etwas vom Jackpot ab.

Wäre bekäme schon nicht gern etwas vom Jackpot ab.

Fabienne Arnet

Man kennt das ja: Wäre was dran an den ständigen Versprechungen von uns angeblich winkenden Millionenbeträgen (die wir natürlich postwendend in unseren Spam-Ordnern verschwinden lassen), stünden wir alle längst in der «Bilanz»-Liste der reichsten Schweizer.

Eine dieser Nachrichten hat mich dann aber neulich doch irgendwie berührt. Eine Familie Connolly aus County Down in Nordirland hat angeblich den Euromillions-Jackpot geknackt und will ihren gewaltigen Gewinn, oder jedenfalls einen Teil davon, wohltätig unter die Leute bringen. Und ja, die Connollys haben dabei auch an mich gedacht. Ich bekomme 3,6 Millionen Pfund Sterling geschenkt, schreibt mir Patrick Connolly, rund 4,5 Millionen Franken.

Schon klar, auch das ist natürlich ein Fake. Aber: Mit den angeblichen Spenden soll «den armen Menschen auf der Strasse» geholfen werden, den «weniger Privilegierten und armen Menschen», die besonders unter der Coronapandemie leiden. Da muss ich schon sagen: Mit den Connollys aus County Town in Nordirland scheint mich endlich jemand wirklich zu verstehen – nicht so wie all die sogenannten Freunde hierzulande, die mir dauernd weismachen wollen, mir gehe es doch eigentlich ganz gut.