Persönlich
Schweizers

Corona hat in letzter Zeit viel verhindert – aber auch einiges ausgelöst: Schweizers wurden zu Fahrenden.

Urs Mathys
Urs Mathys
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Wo ein Wille ist, da ist auch ein Stellplatz.

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Stellplatz.

Symbolbild: Walter Schwager

Dass Schweizers, anders als sonst üblich, nicht an ferne Strände oder in die Metropolen in aller Welt fliegen konnten, führte dazu, dass die Nachfrage nach Wohnmobilen und Wohnwagen massiv gestiegen ist. Die Fahrzeuge dienen Schweizers nunmehr im wahrsten Sinne des Wortes als Vehikel, um zu unbekannten neuen Ufern aufzubrechen.

Bei der Wahl ihrer Stellplätze waren und sind manche dieser Hobby-Fahrenden dann allerdings oft nicht gerade wählerisch: Ob Mitten in einem Naturschutzgebiet oder auf einem Privatgrundstück – wo es gefällt, macht man es sich gemütlich. Frei nach dem Motto: Wo ein Wille ist, ist auch ein Stellplatz.

Ja, die Freiheit auf vier (oder mehr) Rädern muss eine spezielle sein. Wer sie erlebt hat, kann vielleicht besser nachvollziehen, wie wichtig echten Fahrenden – die seit Generationen durchs Land ziehen – das Gefühl von Unabhängigkeit ist. Im Gegensatz zu diesen «Echten», denen der Anspruch auf ordentliche Standplätze praktisch überall verweigert wird, sind die Hobby-Fahrenden so oder so in einer privilegierten Lage: Wenn sie irgendwo nicht geduldet werden, können sie notfalls jederzeit ins traute Heim zurückkehren. Und sind dann ganz einfach wieder … Schweizers.