Persönlich
Nichtstun lässt die Zeit rasen

Wer nichts erlebt, dem läuft die Zeit davon. Dagegen hilft nur, sich auf Neues einzulassen.

Rebekka Balzarini
Drucken
Teilen
Vor dem Silvesterfeuerwerk sollten in diesem Jahr noch ein paar Erinnerungen gesammelt werden.

Vor dem Silvesterfeuerwerk sollten in diesem Jahr noch ein paar Erinnerungen gesammelt werden.

Ennio Leanza / KEYSTONE

Der Oktober hat mich in diesem Jahr eiskalt erwischt. Der Sommer war zum Davonlaufen und ich war gefühlt viel zu wenig in der «Hafebar», in der Aare, am See. Vom Meer rede ich schon gar nicht mehr, den Strand hat mir dieses vermaledeite Virus schon im vergangenen Jahr verdorben.

Allerdings habe ich diese Woche gelernt: Dass die Zeit in den vergangenen Monaten an mir vorbeigeflogen ist, liegt weder am schlechten Wetter noch am Virus. Schuld daran ist meine Alltagsroutine.

Laut einem Artikel auf «Zeit Online» vergeht die Zeit besonders schnell, wenn man nichts erlebt. Wer also jeden Tag aufsteht, sich im Büro oder daheim vor den PC setzt, den gleichen Hobbys nachgeht und auf neue Abenteuer pfeift, der kann sich bald nicht mehr daran erinnern, was er in den vergangenen Monaten und Jahren eigentlich getrieben hat.

Dagegen hilft gemäss dem Artikel nur eins: möglichst oft raus aus der Routine. Nur wer Neues erlebt und ausprobiert, der sammelt auch Erinnerungen.

Das werde ich mir in Zukunft zu Herzen nehmen müssen. Sonst fliegen mir bald die Silvesterraketen um die Ohren, bevor ich überhaupt die Weihnachtsdeko im Schaufenster bemerkt habe.

rebekka.balzarini@chmedia.ch

Aktuelle Nachrichten