Persönlich
Ferienfreuden

Wenn es Solothurner Prominenz zum Paddeln nach Südfrankeich zieht.

Urs Moser
Urs Moser
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Standup Paddling im Sitzen.

Standup Paddling im Sitzen.

Sandra Ardizzone

Ich staune immer wieder, wie unterschiedlich Menschen sein und dabei doch gleiche Interessen haben können. Die Rede ist von den Politikern, die in den letzten Wochen wieder zu ihren Ferienvergnügen befragt wurden. Sie alle gingen Wandern und haben ganz viel gelesen. Früher, als es noch keine iPads und eBooks gab, müssen Politiker ganz schöne Muskelprotze gewesen sein. Man stelle sich mal all diese Rucksäcke mit all diesen Büchern vor.

Aber ich schweife ab, es geht hier um etwas anderes: Da ist eine Ausnahme herausgestochen. Markus Schüpbach, freisinniger Kandidat für das Solothurner Stadtpräsidium (nun gut, eigentlich ja noch gar kein richtiger Politiker), hat es nach dem Wandern im Aletschgebiet dann doch auch noch an die Côte d’Azur gezogen. Und was tat er da? «Ein paar Runden auf dem SUP drehen.»

Im Stehen, ist wohl anzunehmen, was im heimatlichen Solothurn verboten wäre. So lässt sich der Interessenkonflikt zwischen Vogelreservatschutz und Freizeitspass natürlich auch lösen: ab nach Südfrankreich. Zugegeben, auf der Aare wäre es in jeder Stellung sowieso zu gefährlich gewesen. Aber ob das für die Absolution reicht? Wahrscheinlich schon, die Solothurner sind ja – sogar zum Sitdown-Paddling verknurrt – ein gutmütiges Völkchen.

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