Persönlich
Die Vögel

Noëlle Karpf
Noëlle Karpf
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Idyllisch: Ein Mann beim Joggen. Ab und an wird dieses Bild von einem Vogel gestört, der seine Junge verteidigen willl.

Idyllisch: Ein Mann beim Joggen. Ab und an wird dieses Bild von einem Vogel gestört, der seine Junge verteidigen willl.

Westend

Ich habe eine Freundin, die joggt schon vor dem Frühstück locker mal 10 Kilometer. Seitdem sie mir Folgendes berichtet hat, habe ich noch mehr Respekt vor dieser Leistung: Kürzlich sei ihr auf der Joggingroute ein Greifvogel begegnet, der laut geschrien und ihr wie wild um den Kopf geflattert sei.

Ziemlich beängstigend. Joggen tue ich zwar nicht wirklich – dafür lesen, und da kriegt man, wenn auch selten, ab und zu mal was von Vögeln mit, die angreifen, weil sie etwa ihre Jungen schützen wollen.

Ziemlich enttäuschend war dann das, was ich im Netz auf die Frage, was man eigentlich im Falle einer Vogelattacke tun kann, gefunden habe. Einen Stock hochhalten. Gut, immerhin trainiert man so die Arme mit. Oder: einen Hut tragen. Das fand ich noch lustiger – im ersten Moment dachte ich aber auch an einen Zylinder oder so; nicht an einen «Tschäppu», der ja doch eher zum Bild einer Joggerin passt. Dann kam das Beste: Weil der Vogel eher angreife, wenn er das Gefühl habe, der Eindringlich sehe ihn nicht, solle man sich falsche Augen auf den Hinterkopf kleben.

Meine Wenigkeit – aber auch die joggende Freundin – fanden diese Tipps eher weniger praktikabel. Drum zum Schluss die einfache aber wirksame Reaktion, die die sportliche Frau gewählt hat: Gring ache und seckle!